Studieren vor dem Abi: Frühstudium wird weiter ausgebaut
An fünf sächsischen Universitäten und Hochschulen können besonders begabte Schüler schon vor dem Abitur mit dem Studium beginnen. In Zukunft soll die Möglichkeit des Frühstudiums weiter ausgebaut werden. Das Kultusministerium hat dazu gemeinsam mit Vertretern von sächsischen Universitäten und Hochschulen Gespräche geführt.
12.11.2012 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusNach intensiven Beratungen und einem Erfahrungsaustausch mit der TU Dresden, die bereits seit 2005 eine Schüleruniversität anbietet, haben die TU Bergakademie Freiberg und die Universität Leipzig ebenfalls Interesse angemeldet. Auch hier sollen bald schlaue Schüler neben ihrem Abitur studieren können. "Für die Gymnasiasten ist das eine einmalige Gelegenheit, schon während ihrer Schulzeit, Scheine für das spätere Studium zu sammeln. Besonders leistungsfähige und pfiffige Schüler werden so zusätzlich gefördert. Sie können dadurch schneller ihre wissenschaftliche Ausbildung abschließen und früher ins Berufsleben starten. Das ist auch für die Wirtschaft und mit Blick auf den Fachkräftebedarf ein großer Vorteil", so Kultusministerin Brunhild Kurth. Die Ministerin machte zudem deutlich, dass sie die Hochschulen bei diesen Vorhaben weiter unterstützen wird.
Mit dem Frühstudium erhalten die Gymnasiasten die Möglichkeit, bereits vor dem Abitur universitäre Lehrveranstaltungen zu besuchen, Prüfungen abzulegen und sich an der Universität zu orientieren. Nach erfolgreicher Teilnahme und bestandener Prüfung bekommen sie ein Zertifikat überreicht. Auf diese Art und Weise erlangten in Sachsen schon Hunderte Schüler ihre "Scheine", vor allem in den Ingenieurwissenschaften, mathematischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Im Jahre 2004 hatte die Kultusministerkonferenz die Empfehlung ausgesprochen, besonders begabten Schülern ohne förmliche Zulassung als Studierende ein Studium an Hochschulen zu ermöglichen. Sie sprach sich dafür aus, die so erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen bei einem späteren Studium an allen Hochschulen anzuerkennen.
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