Digitalisierung

Forschungsprojekt zum Umgang mit Daten in digitalen Bildungsprozessen

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,1 Millionen Euro geförderte Projekt „All is data – die (gem-)einsame Suche nach Erkenntnis in einer digitalisierten Datenwelt (AID)“ erforscht transdisziplinär den Umgang von Lehrenden mit digitaler Bildung und den dabei anfallenden Daten.

27.04.2020 Bundesweit Pressemeldung Technische Universität Kaiserslautern
  • © TU Kaiserslautern Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs von der TUK koordiniert das auf dreieinhalb Jahre angesetzte Verbundprojekt mit Beteiligten aus Kaiserslautern, der Universität zu Köln sowie dem Institut für Informationsmanagement in Bremen.

Die Erzeugung, Verknüpfung und Verwendung von Daten wird in allen Lebens- und Arbeitsbereichen im Zuge der digitalen Transformation immer wichtiger, so auch in der Lehre in Schule und Hochschule. Datengestützte Entscheidungen stellen aber Pädagoginnen und Pädagogen vor neue Herausforderungen. Neben der Gestaltung von Datenbildung bleiben meist die Fragen offen, was das Vorhandensein von Daten, zum Beispiel aus virtuellen Lernumgebungen oder aus Informations- und Leistungsdatensystemen, für das Lehren und Lernen bedeutet und wie es Bildungsprozesse gestalten kann. Genau an dieser Stelle setzt das transdisziplinäre Verbundprojekt mit Forschenden aus der Pädagogik und Informatik an. Koordiniert wird das Projekt, welches mit 1,1 Millionen Euro vom BMBF gefördert wird, von Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs der TU Kaiserslautern.

Die Forscherinnen und Forscher der TU Kaiserslautern, der Universität zu Köln und des Instituts für Informationsmanagement in Bremen rekonstruieren unter einer praxistheoretischen Perspektive, wie Lehrpersonen im Schulalltag mit Daten umgehen. „Hierbei wollen wir vor allem darauf schauen, wie genau pädagogisches Personal in der Schule mit Daten umgeht, wie sie über Daten reden und was sie mit Daten machen, um zu eruieren, welchen Einfluss Daten auf ihr pädagogisches Handeln haben“, sagt Mandy Schiefner-Rohs. Dies ist auch in der Aufarbeitung der  Bedingungen der aktuellen Corona-Krise mehr als virulent, haben doch viele Schulen in den letzten Wochen diverse Technologien im Rahmen der Schulschließungen genutzt. Ebenfalls erforschen sie daher empirisch, wie Lehr-Lern- und Bildungsprozesse zur Sensibilisierung von Datafizierung gestaltet werden und welche organisatorischen Besonderheiten unterrichtsübergreifende Bildungsangebote mit sich bringen. Darauf aufbauend gestalten sie Bildungskonzepte im Umgang mit Daten und begleiten deren Umsetzung in der schulischen Praxis.

Die Ergebnisse des auf dreieinhalb Jahre angesetzten Forschungsprojekts tragen zur aktuellen Fachdiskussion rund um die Ausrichtung von Medienkompetenz und Medienbildung in der Schule bei. „Bisher gibt es nur wenig Auseinandersetzung mit datengestützten Entscheidungsprozessen in Schule, so dass wir hier hoffen, auch Lehrerinnen und Lehrer für dieses Themenfeld zu sensibilisieren“, so Schiefner-Rohs. Daher entwickeln die Forschenden gezielte Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und unterstützen damit eine stärkere Implementierung von Daten-Bildung in der Schule.

Das Verbundprojekt wird im Rahmen der Bekanntmachung „Gestaltung von Bildungsprozessen unter den Bedingungen des digitalen Wandels“ (Digitalisierung II) des BMBF gefördert und beginnt offiziell am 1. Mai 2020.

Website des Projekts im Aufbau

Projekt auf der BMBF Homepage


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