Nordrhein-Westfalen

Umsetzung des Hochschulpaktes II gibt Planungssicherheit

Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit Universitäten und Fachhochschulen die Vereinbarungen zum Hochschulpakt II unterzeichnet. Damit erhalten die Hochschulen einen weiteren Qualitätsschub und können von 2011 bis 2015 etwa 90.000 zusätzliche Studienanfänger aufnehmen. So werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in diesem Jahrzehnt auch bei steigender Studiennachfrage und doppeltem Abiturjahrgang im Jahr 2013 jeder Studienanfänger bestmögliche Studienbedingungen vorfindet. "Es ist wichtig, dass die Hochschulen diese Planungssicherheit behalten", sagte Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

06.07.2010 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

1,8 Milliarden Euro aus dem von Bund und Ländern finanzierten Programm sind den Universitäten und Fachhochschulen im Hochschulpakt II zugesichert. Rund 60.000 zusätzliche Anfängerplätze stellen die Universitäten zur Verfügung, mehr als 24.000 Plätze werden an Fachhochschulen aufgebaut. Hinzu kommen weitere Plätze an Kunst- und Musikhochschulen und staatlich anerkannten privaten Hochschulen. Mit der Fernuniversität Hagen, die ihre Kapazitäten zuletzt deutlich ausgebaut hat, laufen die Gespräche über den Hochschulpakt noch. Die Universitäten und Fachhochschulen in NRW erhalten 20.000 Euro für jeden Studienanfänger, den sie von 2011 bis 2015 zusätzlich aufnehmen.

Finanzieren können die Hochschulen mit dem Geld entsprechendes Personal für die Lehre und die Betreuung der Studierenden, die Ausstattung von Laboren und Bibliotheken, Investitionen in die Infrastruktur für Studierende und die Anmietung weiterer Gebäude. Die Hochschulen haben damit begonnen, das wissenschaftliche Personal weiter aufzustocken. Der Hochschulpakt ist wichtige Voraussetzung dafür, dass ingesamt 3.500 zusätzliche Stellen geschaffen werden können.

Zum Erfolg des Hochschulpakts II tragen auch der Bau von vier neuen Fachhochschulen und ein Modernisierungsprogramm bei. Allein an den neuen FHs entstehen 8.500 Studienplätze.

Weitere Informationen unter www.innovation.nrw.de

Es folgt eine Übersicht der einzelnen Standorte.

Übersicht über die Verteilung der zusätzlichen Studienanfänger von 2011 bis 2015 nach Hochschulen

Hochschule Zusätzliche Studienanfänger 2011 - 2015 oberhalb der Aufnahmekapazität Hochschule Zusätzliche Studienanfänger 2011 - 2015 oberhalb der Aufnahmekapazität
FH Aachen 3.029 TH Aachen 9.050
FH Bielefeld 1.382 U Bielefeld 1.603
FH Bochum 346 U Bochum 4.477
FH Bonn-Rhein-Sieg 2.049 U Bonn 2.519
FH Dortmund 1.060 TU Dortmund 7.045
FH Düsseldorf 1.528 U Duisburg-Essen 5.208
FH Gelsenkirchen 1.215 U Düsseldorf 4.936
FH Köln 1.774 U Köln 7.786
FH Münster 2.492 DSH Köln 1.016
FH Niederrhein 4.350 U Münster 3.858
FH Ostwestfalen-Lippe 908 U Paderborn 6.060
FH Südwestfalen 4.282 U Siegen 4.648
U Wuppertal 1.075
Summe Fachhochschulen 24.415 Summe Universitäten (ohne Fern-Universität Hagen) 59.281
Gesamt 83.696
Neue Fachhochschulen
FH Hamm-Lippstadt 2.500
FH Rhein-Waal 2.500
FH Ruhr West 2.500
Hochschule für Gesundheit Bochum 1.000
Summe neue Fachhochschulen 8.500
Gesamt 92.196

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