Uni Kassel bietet ab Oktober wieder grundständiges Studium Berufspädagogik

(bikl.de/idw) An der Universität Kassel werden ab dem kommenden Wintersemester wieder berufspädagogische Studiengänge mit den Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik in grundständiger Form angeboten. Damit kann das Ziel des Lehramts an beruflichen Schulen wieder ohne Umwege erreicht werden. Die Studiengänge sind mit den Abschlüssen Bachelor und Master konzipiert. Sie umfassen das Studium der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik oder Elektrotechnik, ein zweites allgemeinbildendes Unterrichtsfach und das erziehungs- und gesellschaftswissenschaftliche Kernstudium.

27.06.2007 Hessen Artikel

An der Universität Kassel werden ab dem kommenden Wintersemester wieder berufspädagogische Studiengänge mit den Fachrichtungen Metalltechnik und Elektrotechnik in grundständiger Form angeboten. Damit kann das Ziel des Lehramts an beruflichen Schulen wieder ohne Umwege erreicht werden. Die Studiengänge sind mit den Abschlüssen Bachelor und Master konzipiert. Sie umfassen das Studium der beruflichen Fachrichtung Metalltechnik oder Elektrotechnik, ein zweites allgemeinbildendes Unterrichtsfach und das erziehungs- und gesellschaftswissenschaftliche Kernstudium. Das Studium ist nicht zulassungsbeschränkt, die Einschreibung kann zwischen 1. August und 1. September an der Universität Kassel erfolgen. Erforderlich ist der Nachweis von Berufspraxis entweder in Form einer einschlägigen Berufsausbildung oder eines Praktikums von insgesamt 48 Wochen, wovon mindestens 13 Wochen vor Beginn des Studiums nachgewiesen werden müssen.

Seit dem Jahr 2000 war ein Studium der Berufspädagogik an der Universität Kassel nur als so genannte Sondermaßnahme für Ingenieure möglich. Der gegenwärtige und sich künftig voraussichtlich verschärfende Mangel an Berufsschullehrern in diesen Bereichen hat zur erneuten Öffnung des grundständigen Studienangebots geführt. Die Einstellungschancen für Absolventinnen und Absolventen werden aufgrund dieser Situation als sehr gut beurteilt.

Angesichts kontinuierlicher Veränderungen im Beschäftigungs- und Berufssystem auf den verschiedenen Qualifikationsebenen gewinnt berufliche Bildung als Medium sozialer Integration, beruflicher Flexibilisierung und Mobilisierung zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund haben die Absolventinnen und Absolventen der Wirt­schafts- und Berufspädagogik auch in anderen, nicht-schulischen Einrichtungen beruflicher Bildung gute Einstellungschancen. Zu den zentralen Aufgabenfeldern von Berufspädagoginnen und -pädagogen gehören außer den unmittelbaren Lehr-Lerntätigkeiten Bildungs­organisation und Bildungsplanung, Bildungsmanagement und -verwaltung, Entwicklung von Bildungsmedien, Bildungsberatung sowie Berufsbildungsforschung und Innovations­transfer. Berufspädagoginnen und -pädagogen haben im Rahmen ihrer Tätigkeit mit verschiedenen Zielgruppen umzugehen (z.B. Benachteiligte, Bildungsferne, Hochbegabte), die unterschiedliche Anforderungen an berufliche Bildung stellen. Das Studium bereitet auf dieses interessante und anspruchsvolle Berufs- und Aufgabenfeld vor.

Das Bachelor-Studium dauert sechs Semester, das auf den Bachelor- Abschluss aufbauende Master-Studium vier Semester. Der Bachelor-/Masterstudiengang Berufspädagogik führt die Stu­die­ren­den zunächst zum ersten Abschluss Bachelor of Education.Die Bachelor- Absolventinnen und -Absolventen kön­nen anschließend in die berufliche Praxis in Berufsfelder der außerschulischen Berufsbildung intreten oder im Master-Studium einen Abschluss für das berufliche Lehramt der Fachrichtungen Elektrotechnik oder Metalltechnik erwerben. Das Master- Studium führt zum Abschluss Master of Education. Wer sich für das Referendariat zum beruflichen Lehramt bewerben will, muss einen Master-Abschluss erwerben. Mit dem Bachelor-Abschluss ist kein Einstieg in das berufliche Lehramt möglich. Nähere Information zum Studiengang im Internet unter www.uni-kassel.de/zsb/bepaed.ghk. Hier sind ab Juli auch Einschreibunterlagen zu beziehen.


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