Universität Tübingen erhält Stiftungsprofessur für Molekularbiologie degenerativer Netzhauterkrankungen

Die Universität Tübingen erhält eine Stiftungsprofessur für Molekularbiologie degenerativer Netzhauterkrankungen. Dies hat das Kabinett am 29. April 2008 beschlossen. Stiftungsgeber ist die "Tistou und Charlotte Kerstan Stiftung VISION 2000 SEHEN - KUNST - SINNESFUNKTIONEN". Sie fördert die Professur mit einem Gesamtvolumen von rund 3,85 Mio. Euro.

30.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Die Stiftungsprofessur wird die Spitzenposition der Medizinischen Fakultät Tübingen auf dem Gebiet der Augenheilkunde weiter ausbauen. Auf dem Weg zum Exzellenzzentrum Augenheilkunde, das die Medizinstrukturkommission empfohlen hat, ist diese Stiftungsprofessur ein wichtiger Schritt", sagte Wissenschaftsminister Frankenberg am 30. April in Stuttgart.

Die Stiftungsprofessur soll an der Medizinischen Fakultät Tübingen angesiedelt werden. Sie soll die molekularen und zellulären Ursachen degenerativer Erkrankungen der Netzhaut erforschen und neue Therapieansätze entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf die erblichen Formen der Netzhauterkrankungen gelegt werden.

Die Stiftungsprofessur hat eine Laufzeit von 11 Jahren. Nach Ablauf der Drittmittelfinanzierung wird die Medizinische Fakultät die Professur ablösen oder aus eigenen Mitteln fortführen.

Stiftungsprofessuren werden nicht vom Land, sondern von privaten Spendern finanziert. Der Spender bestimmt den Fachbereich und kommt in der Regel für die Forschungs- und Personalkosten der ersten fünf bis zehn Jahre auf. Momentan gibt es in Baden-Württemberg über 90 Stiftungsprofessuren.


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