Universität Würzburg: Holger Braunschweig erhält Leibniz-Preis 2009 für Forschungen im Bereich Anorganische Chemie

Prof. Dr. Holger Braunschweig, Leiter des Lehrstuhls für Anorganische Chemie II an der Universität Würzburg, erhält einen der mit 2,5 Mio. Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2009 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dies teilte Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am Donnerstag in München mit.

04.12.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Heubisch hob hervor, dass der Preis bisherige wissenschaftliche Leistungen würdige und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermögliche, ihre Arbeiten weiter auszubauen und noch schneller voranzubringen. Heubisch: "Der Leibniz-Preis ist eine besondere Auszeichnung und Ausweis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen. Dass einer der Preise heuer nach Würzburg geht, ist Bestätigung für die außerordentliche Qualität des Forschungsstandortes Würzburg und unterstreicht das Renommee der Hochschule. Herzlichen Glückwunsch an Prof. Braunschweig. "

Aus dem von der DFG zur Bekanntgabe der Leibniz-Preise veröffentlichten Kurzporträt:
"Prof. Dr. Holger Braunschweig (Metallorganische Chemie, Institut für Anorganische Chemie der Universität Würzburg) hat mit seinen Arbeiten praktisch im Alleingang ein ganzes Forschungsfeld erschlossen: die Verschmelzung von Hauptgruppen- und Übergangsmetallchemie. Das Geschick und die Geduld, mit der er das nahezu unbekannte und als überaus schwierig angesehene Gebiet bewältigte, trug ihm weltweite Anerkennung und nun den Leibniz-Preis ein. Besonders wegweisend sind die Arbeiten, mit denen Braunschweig das Element Bor durch die Verbindung mit Metallen gleichsam ´gezähmt´ hat. Auf diese Weise wurden neue Moleküle erzeugt, denen wiederum neue Eigenschaften gegeben wurden, von denen zu erwarten ist, dass sie die Katalyse und Materialwissenschaften nachhaltig befruchten. Diese und weitere Ergebnisse hat Braunschweig in einer enormen Fülle von Beiträgen veröffentlicht, von denen allein seit 2005 über 30 in den beiden renommiertesten Fachjournalen ´Angewandte Chemie´ und ´Journal of the American Chemical Society´ erschienen sind. Auch die mehr als 50 Vorträge, zu denen Braunschweig in den letzten Jahren eingeladen wurde, belegen seinen exzellenten Ruf."

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) benannte am Donnerstag in Bonn eine Wissenschaftlerin und zehn Wissenschaftler für die Auszeichnung mit dem bedeutendsten deutschen Forschungspreis. Ziel des im Jahr 1985 eingerichteten Leibniz-Programms ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern. Die Auswahl der Preisträger trifft die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die heute ihre Entscheidung bekannt gegeben hat. Die Verleihung des Leibnizpreises 2009 findet am 30. März 2009 in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm unter: www.dfg.de/forschungsfoerderung


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