Hochschulrektoren

Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wollen "Akademie für Lehre und Lernen" tragen

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat heute einen weiteren Schritt getan, die Idee einer "Akademie für Lehre und Lernen" Wirklichkeit werden zu lassen. Er empfiehlt der am 23. November tagenden Mitgliederversammlung der HRK die Gründung eines Trägervereins.

19.10.2010 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Die Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften halten die Akademie für einen wichtigen Baustein des Programms für die Verbesserung der Studienbedingungen. Das bekräftigt der einmütige Beschluss des HRK-Senats", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel nach der Senatssitzung in Berlin. "Die Akademie soll ein Bezugspunkt und ein Impulsgeber für die nachhaltige Weiterentwicklung von Lehre und Studium werden, Foren für Lehrende, Studierende und Forscher einrichten und deren Ergebnisse auswerten. Sie soll gute Lehre in der Breite fördern und herausragende Lehrende auszeichnen. Und sie soll die in Deutschland vernachlässigte Lehr- und Lernforschung unterstützen, den internationalen Wissenstand aufarbeiten und Forschungsprojekte initiieren und fördern."

Die HRK hatte die Einrichtung einer solchen Akademie aus den Mitteln des im Wesentlichen vom Bund finanzierten Qualitätspakts gefordert. Dieser Vorschlag ist derzeit zwischen Bund und Ländern immer noch umstritten. Inzwischen hat die Gemeinsame Wissenschaftliche Kommission von Bund und Ländern (GWK) signalisiert, dass sie die Einrichtung der Akademie empfehlen werde, wenn diese von den Hochschulen gewünscht und getragen werde. "Somit gehen wir davon aus, dass der finanziellen Unterstützung des Bundes nichts mehr im Wege steht", sagte HRK-Präsidentin Wintermantel. "Der Trägerverein wird zusätzlich Drittmittel einwerben, damit die Akademie die genannten zahlreichen Aufgaben möglichst zügig und schlagkräftig wird angehen können."


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