Verbesserung bei Bachelor und Master beschlossen

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat auf Initiative von Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann umfangreiche Veränderungen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen beschlossen und will die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses zügig vorantreiben.

16.10.2009 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Die Länder reagieren damit auf die Kritik am Bologna-Prozess, die sich vor allem auf die stoffliche Überfrachtung in den Studiengängen, die zu hohe Prüfungsdichte, zu starre Studienzeitvorgaben und eine verschulte Studienstruktur beziehen.

"Mit unserem Beschluss haben wir angemessen und schnell auf die Kritik reagiert und werden nun in den Ländern gemeinsam mit den Hochschulen an den notwendigen Verbesserungen arbeiten", sagte Stratmann.

In dem Beschluss appellieren die Länder an die Hochschulen, den Studierenden den Wechsel zwischen den Studienorten in Deutschland und darüber hinaus durch bessere Anerkennung der Studienleistungen zu erleichtern. Dabei gehe es nicht um gleichartige, sondern um gleichwertige Studieninhalte. Jedes Studienprogramm soll daraufhin geprüft werden, ob die Inhalte sinnvoll und in zeitlicher Hinsicht tatsächlich studierbar sind. Die Länder wollen außerdem gegen das teilweise zu kleinteilige Prüfungswesen vorgehen und dabei auch rechtlich nachsteuern. Für die Studierenden müssten mehr individuelle Freiräume geschaffen werden.

"Durch den Beschluss der KMK wird der Bachelorabschluss aufgewertet. Ziel ist es, dass der Bachelor allgemein als erster berufsqualifizierender Abschluss anerkannt wird. Deshalb empfehlen wir den Hochschulen nachdrücklich, die Studieninhalte mit möglichen künftigen Arbeitgebern und Absolventen zu diskutieren", sagte Stratmann.

Wichtig sei dabei vor allem die Vermittlung von Grundlagenwissen und Methodenkompetenz.


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