Verleihung des Landeslehrpreises für Fachhochschulen

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat beim Tag der Lehre in Ulm den Landeslehrpreis für die Fachhochschulen verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert und wird zu gleichen Teilen unter den sechs Preisträgern aufgeteilt.

24.11.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Auszeichnung würdigt besondere Leistungen in der Lehre. "Der Landeslehrpreis ist ein wichtiges Mittel zur Förderung der Qualität der Lehre an unseren Hochschulen", sagte Frankenberg bei der Preisverleihung am 24. November in Ulm. "Wir wollen gezielt Leistungsanreize zur Verbesserung der Lehre an den Hochschulen bieten. Damit gewährleisten wir, dass herausragende Leistungen in der Lehre in den Vordergrund gerückt und gebührend gefördert werden." Bei der Auswahl der Preisträger sei verstärkt darauf geachtet worden, Studierende maßgeblich zu beteiligen. Erstmals verliehen wurde der Landeslehrpreis für die Fachhochschulen im Jahr 1996.

"Struktur- und Rahmenbedingungen der Lehre sind an allen Hochschularten von großer Bedeutung, denn eine gute Lehre ist ein zunehmend wichtiges Qualitätsmerkmal im Hochschulwettbewerb", betonte Frankenberg. "Studieninteressenten werden sich bei der Wahl ihrer Hochschule künftig mehr und mehr an Hochschulrankings orientieren. Die Qualität der Lehre ist hier ein wichtiges Kriterium und wird die Entscheidung maßgeblich beeinflussen." Großen Wert legte der Minister darauf, dass die Hochschulen interne Qualitätssicherungssysteme entwickeln und weiter verbessern: "Dies ist eine Verpflichtung gegenüber der Öffentlichkeit", betonte er.

Der Minister verwies auf die "rasanten Veränderungen", die derzeit an den Hochschulen stattfinden. Davon sei auch der Bereich der Lehre betroffen. "Dies liegt nicht nur an den immer kürzer werdenden Halbwertszeiten für den Bestand wissenschaftlicher Erkenntnisse und technologischer Verfahren, die heute andere Anforderungen an die Lehre stellen. Die Entwicklung moderner Medien mit ihren neuen Vermittlungsinstrumenten spielt hier ebenfalls eine Rolle, etwa in Form von Simulationswerkzeugen und ganzen Lernplattformen", so Frankenberg. Dazu kämen neue Ansätze in der Vermittlungsmethodik, etwa eine vermehrte Projektarbeit und die Methode des problemorientierten Lernens. "Das alles führt zu einem komplexeren Anforderungsprofil an die Hochschullehre." Dass sich die Fachhochschulen diesen Herausforderungen stellen, zeigten nach Worten Frankenbergs auch die diesjährigen Preisträger.

Die Preisträger sind:

  • Prof. Dr. Gerd Addicks, Fachhochschule Furtwangen - Hochschule für Technik und Wirtschaft

 

  • Prof. Dr. Heinz-Rudi Brunner, Fachhochschule Mannheim - Hochschule für Sozialwesen

 

  • Prof. Dr. Christian E. Dietrich, Fachhochschule Ulm

 

  • Prof. Dr. Michael Felleisen, Hochschule Pforzheim - Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht

 

  • Prof. Helmut Hohnecker, Hochschule für Technik Stuttgart

 

  • Prof. Dietrich Wendland, Fachhochschule Ludwigsburg - Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen

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