Vorlesungsbeginn an Bayerns Universitäten

Die Zahl der Studierenden an Bayerns Hochschulen steigt kontinuierlich an. Bei den Studienanfängern verzeichnen Bayerns Universitäten und Fachhochschulen das dritte Jahr in Folge einen Rekordstand. Wissenschaftsminister Thomas Goppel teilte am Montag in München anlässlich des heutigen Vorlesungsbeginns an den neun staatlichen Universitäten mit, dass sich an Bayerns Hochschulen zum Wintersemester 2004/2005 rund 251.000 Studentinnen und Studenten eingeschrieben haben. Das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr (Wintersemester 2003/2004: 245.000 Studenten).

18.10.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Davon entfallen rund 174.800 Studierende auf die Universitäten Bayerns und rund 72.000 Studierende auf die bayerischen Fachhochschulen. An den Kunsthochschulen sind rund 3.500 und an den Philologisch-Theologischen Hochschulen rund 650 Studenten eingeschrieben. An den bayerischen Hochschulen haben sich in diesem Wintersemester 46.625 Studienanfängerinnen und Studienanfänger neu eingeschrieben, 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr; damit stabilisiert sich nach der extremen Steigerung des Vorjahrs um über 6 Prozent diese Zahl auf sehr hohem Niveau. Diese Zahlen können sich erfahrungsgemäß durch Einschreibungen im Nachrückverfahren noch erhöhen oder durch Wechsel zwischen den einzelnen Hochschularten nach Beginn der Vorlesungszeit noch verschieben.

Die steigenden Studierendenzahlen seien keine vorübergehende Erscheinung, sondern ein Trend, betonte der Minister. Goppel: "Im kommenden Jahr rechnen wir mit einer weiteren Steigerung bei den Studentenzahlen um 4,4 Prozent auf knapp 262.000; dann wird auch die Zahl der Studenten insgesamt auf einem historischen Höchststand sein." Demographisch bedingt werden die Studierendenzahlen dann bis 2010 immer neue Rekordstände erreichen, um dann auf einem hohen Plateau einige Jahre konstant zu bleiben. In Folge der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf acht Jahre komme ab 2011 der doppelte Abiturjahrgang an die Hochschulen. Dann werden, so Goppel, voraussichtlich 317.000 Studentinnen und Studenten an Bayerns Hochschulen ausgebildet; das sind rund 40 Prozent mehr als im Jahr 2002. "Wir haben in den nächsten Jahren die Chance, die letzten großen Akademikergenerationen bestmöglich auszubilden", hob der Minister hervor. "Ein Hochlohnland wie Deutschland ist von den Fähigkeiten seiner Hochschulabsolventen in Forschung und Innovation abhängig. Deshalb setzt die Bayerische Staatsregierung in den kommenden Jahren einen klaren finanziellen Schwerpunkt bei seinen Hochschulen", so Goppel.

Erfreulich sei der überproportionale Anstieg der weiblichen Studierenden in diesem Jahr. Im Vergleich zum letzten Wintersemester stieg der Anteil der weiblichen Studierenden bayernweit um rund 3,9 Prozent von 118.600 auf 123.200. Auch die Zahl der Studienanfängerinnen stieg von 22.090 auf 23.250 um gut 5 Prozent an. Bei insgesamt knapp 46.700 Studienanfängern beträgt der Anteil der weiblichen Studierenden damit 50 Prozent.

Einen Ausblick auf Handlungslinien der bayerischen Hochschulpolitik für das kommende Jahr gibt Wissenschaftsminister Goppel am Freitag, 22. Oktober 2004, 10 Uhr, im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Raum 2031.


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