Willems weist Kritik von Kley am wertebildenden Unterricht als grundlos zurück

Mit Unverständnis hat Staatssekretär Winfried Willems auf die Kritik des FDP-Bildungsexperten Gerry Kley am wertebildenden Unterricht reagiert. Dieser hatte befürchtet, dass der Ausweitung des Unterrichts andere Fächer zum Opfer fallen könnten. "Ein einfacher Blick in die Stundentafel hätte genügt, um zu wissen, dass der wertebildende Unterricht bereits durchgängig mit 2 Wochenstunden eingeplant ist, aber aus Mangel an Fachlehrern bislang nicht im notwendigen Umfang erteilt wird", sagte Willems.

06.06.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Im Übrigen sei es fraglich, inwieweit Herr Kley tatsächlich die Interessen der Wirtschaft mit seiner Einschätzung wiedergebe. Immerhin sehe die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände die Bedeutung der Werteerziehung ganz anders. Auf ihren Internetseiten ist beispielsweise zu lesen:

"Werte werden zuerst in der Familie vermittelt. Aber auch die Schule hat den Auftrag der Wertevermittlung. Bildung gibt es nicht ohne Erziehung, Erziehung gibt es nicht ohne Werte. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule muss wieder im Vordergrund stehen. Eine aktive Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Lehrern ist zu fördern. Die deutschen Arbeitgeber bekennen sich zur Werteerziehung als Bildungsauftrag der Schule und unterstützen die vielfältigen Aktivitäten und Initiativen in diesem Bereich."

"Reflexhaftes Parieren ist mitunter gefährlich und ersetzt keineswegs die notwendigen Grundkenntnisse der Landesverfassung, des Grundgesetzes und des Schulgesetzes", so Willems.


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