Wissenschaftsminister Frankenberg intensiviert Zusammenarbeit mit Ostasien

Die Intensivierung der Zusammenarbeit Baden-Württembergs mit Japan und Hongkong stand im Zentrum einer Asienreise von Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg. Es wurden insgesamt sechs Kooperationsvereinbarungen zwischen einzelnen Hochschulen geschlossen. Diese umfassen neben Programmen zum akademischen Austausch auch die Gründung eines "Global Advanced Manufacturing Institute". An diesem ingenieurwissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität Karlsruhe und der Hong Kong University of Science and Technology sollen gemeinsame Projekte verwirklicht werden.

23.09.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Japan und China sind wichtige Partner der Hochschulen im Land. Durch die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit ergeben sich für Forscherinnen und Forscher aus dem Land neue Synergien für richtungsweisende Forschungsvorhaben", sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg nach seiner Rückkehr am 23. September in Stuttgart.

In Tokyo besuchte Frankenberg die Waseda Universität und wohnte dort der Vertragsunterzeichnung des Abkommens zwischen dem InterAct-Projekt der Universität Karlsruhe und der Waseda Universität bei. Ziel des Projektes ist die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Computerwissenschaften im gemeinsamen International Center für Advanced Computing and Communication Technologies (InterAct). Bisher hatte die Universität Karlsruhe bereits mit der Carnegie Mellon University Pittsburgh und der Hongkong University of Science and Technology zusammen an dem Projekt gearbeitet. Das Wissenschaftsministerium unterstützt dieses Vorhaben seit 2004.

An der Doshisha University in Kyoto informierte sich der Minister am Zentrum für Japanische Sprache, das von der Universität Tübingen als Außenstelle betrieben wird, über die wissenschaftliche Arbeit. Im Gespräch mit Professor Dr. Eiji Hatta, dem Präsidenten der Doshisha University, stand das Thema des Studierendenaustauschs im Vordergrund. Die Universität Tübingen unterhält seit 1993 eine Außenstelle an der Dosisha Universität. In dieser Zeit haben über 300 Studierende einen Teil ihres Studiums mit Erfolg in Kyoto absolviert.

Im Studienjahr 2007/2008 waren rund 400 Japanerinnen und Japaner an einer Hochschule im Land immatrikuliert. Insgesamt bestehen 53 Kooperationen von 12 Hochschulen aus Baden-Württemberg mit 39 aus Japan.

In seiner Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzender des Deutsch-ostasiatischen Wissenschaftsforums e.V. (DOAW) der Universität Tübingen eröffnete Frankenberg die Jubiläumssitzung anlässlich des 20-jährigen Bestehens am Institute of Advanced Studies in Kyoto. Das Forum bietet seit 20 Jahren eine lebendige Plattform für den Austausch von Wissenschaftlern aus Japan, China und Korea.

In Hongkong eröffnete Frankenberg gemeinsam mit seinem dortigen Amtskollegen Michael Suen die erste gemeinsame Rektorenkonferenz der Universitäten aus Baden-Württemberg und Hongkong. Von Landesseite waren die Rektoren der Landesuniversitäten, der Vorsitzende der Fachhochschulrektorenkonferenz sowie die Beauftragte für die Internationalen Beziehungen der Pädagogischen Hochschulen, Frau Prof. Liesel Hermes, angereist.

Sinologie wird an der Universität Freiburg, der Universität Heidelberg und der Universität Tübingen angeboten. Rund 4.000 Studierende an den Hochschulen im Land sind chinesische Staatsbürger. Inzwischen gibt es 95 formelle Hochschulpartnerschaften der Landeshochschulen mit China.


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