Wissenschaftsminister verleiht Landesforschungspreis an Britta Nestler (Karlsruhe) und Markus Oberthaler (Heidelberg)

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg hat heute (11. Juni) in Karlsruhe den Landesforschungspreis Baden-Württemberg an Professorin Dr. Britta Nestler von der Hochschule Karlsruhe und an Professor Dr. Markus Oberthaler von der Universität Heidelberg verliehen. Am Festakt im Zentrum für Kunst und Medientechnologie nahmen über 200 Persönlichkeiten aus Forschung, Wissenschaft und öffentlichem Leben teil.

11.06.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Baden-Württemberg braucht starke Forscherinnen und Forscher. Der Preis ist eine Auszeichnung der überragenden Leistungen zweier beeindruckender Forscherpersönlichkeiten", sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am 11. Juni in Karlsruhe. "Das Preisgeld ermöglicht den Preisträgern, selbstbestimmt zu forschen und Neues zu ergründen".

In der von dem Fernsehjournalisten Markus Brock moderierten Veranstaltung berichteten die Preisträger aus ihren Forschungsarbeiten. Der Vorsitzende des Vorstands des Forschungszentrums Karlsruhe und Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Professor Dr. Eberhard Umbach, befasste sich in seiner Festrede "Rasanter Wandel im Forschungs- und Bildungssystem" mit der Frage, ob die Veränderungen auch zu Verbesserungen führen.

Der Preis wird jährlich für je eine Arbeit aus dem Bereich der Grundlagenfor-schung und der angewandten Forschung vergeben und ist mit je 100.000 Euro dotiert. Er ist damit der höchstdotierte Forschungspreis eines Landes.

Den Landesforschungspreis für Angewandte Forschung erhält Professorin Dr. Britta Nestler vom Institut für Computational Engineering (ICE) der Hochschule Karlsruhe. Britta Nestler forscht auf dem Gebiet der computergestützten Materialentwicklung. Sie arbeitet mit neuen Simulationstechniken und Modellierungsmethoden. Die Verfahren schaffen Klarheit darüber, wie sich die Werkstoffeigenschaften unter dem Einfluss verschiedener Verarbeitungs-methoden und Materialzusammensetzungen verändern.

Der Landesforschungspreis für Grundlagenforschung geht an Professor Dr. Markus Oberthaler vom Kirchhoff Institut für Physik der Universität Heidelberg. Ihm ist es weltweit erstmals gelungen, kontrolliert den sogenannten Tunneleffekt zu beobachten. Dabei durchdringen Quantenteilchen spontan räumliche Hindernisse – ein Ereignis, das in der Welt der klassischen Physik eigentlich unvorstellbar ist. Darüber hinaus entwickelte er eine neue Methode zur Messung tiefster Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt von -273 °C.

Weitere Informationen zum Landesforschungspreis finden Sie unter www.mwk.baden-wuerttemberg.de


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