Nordrhein-Westfalen

Wissenschaftsministerin fordert politische Parteien in Nordrhein-Westfalen zu einem gemeinsamen Vorgehen beim Hochschulpakt auf

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat heute die vorläufigen Zahlen zu den Studienanfängerinnen und Studienanfängern an Nordrhein-Westfalens Hochschulen vorgestellt.

25.10.2012 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Im gesamten Studienjahr 2012 rechnen wir mit 119.134 Studienanfängerinnen und -anfängern. Allein im laufenden Wintersemester werden 103.343 Erstsemester erwartet. Die Zahl der Studierenden wird in diesem Wintersemester mit 632.545 Personen erstmalig die Marke von 600.000 übersteigen", sagte Wissenschaftsministerin Schulze. "Bei den Neueinschreibungen entspricht dies im Vergleich zum Studienjahr 2011 einem leichten Rückgang von 0,6 Prozent. Damit pendelt sich die Zahl der Erstsemester auf einem Hochplateau ein, das deutlich über den bisherigen Prognosen der Kultusministerkonferenz und den Erwartungen des Hochschulpakts liegt."

Schulze forderte angesichts der vorgelegten Zahlen alle politischen Parteien in Nordrhein-Westfalen auf, sich gemeinsam mit dem Land und den Hochschulen für eine Ausweitung des Hochschulpakts beim Bund stark zu machen: "Der Bund muss den Deckel beim Hochschulpakt anheben. Mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger muss auch mehr Geld für die Hochschulen aus dem Hochschulpakt bedeuten. Das Land Nordrhein-Westfalen hat seinen Finanzierungsanteil aus dem Hochschulpakt bereits fest zugesagt. Jetzt ist der Bund gefragt, beim Hochschulpakt den Deckel anzuheben – anderenfalls wäre der Bundesanteil bereits 2014 aufgebraucht."

Die Ministerin betonte, dass die Hochschulen gut auf den Andrang der Erstsemester vorbereitet seien: "Die NRW-Hochschulen haben bereits 2011 Enormes geleistet und mehr als 119.000 Studienanfängerinnen und -anfängern einen guten Start ins Studium ermöglicht. Sie sind fit für den doppelten Abiturjahrgang im kommenden Jahr und können kurzfristig noch einmal mehr Studienanfängerinnen und -anfänger aufnehmen. Beides hat das jüngst bei den Hochschulen durchgeführte Monitoring bestätigt."

Schulze stellte zugleich das neue Online-Beratungstool "StudiFinder" vor, mit dem sich Studieninteressierte über Studienangebote informieren und mehr über ihre Kompetenzen und Fähigkeiten erfahren können. "Experten sagen uns immer wieder, dass insbesondere mangelnde Kenntnisse über die fachlichen Anforderungen des Studiengangs und eine unzureichende Einschätzung der eigenen Fähigkeiten zu den zentralen Gründen für einen späteren Studienabbruch zählen. Genau hier setzt der StudiFinder an", so Schulze. Das Online-Tool wurde im Auftrag aller nordrhein-westfälischen Hochschulen von der Ruhr-Universität Bochum entwickelt.

Mehr Informationen zu der Entwicklung der jüngsten Studierendenzahlen in Nordrhein-Westfalen unter www.wissenschaft.nrw.de.


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