Wissenschaftsministerin Ute Erdsiek-Rave: "Ich bin gegen die Einführung von Studiengebühren"

Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Ute Erdsiek-Rave hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Studiengebühren heute betont: "Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts betrifft ausschließlich die Kompetenzen des Bundes in Sachen Hochschulwesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass in Schleswig-Holstein jetzt Studiengebühren eingeführt werden müssen. Ich bin weiterhin gegen Studiengebühren", so Ministerin Erdsiek-Rave. In Deutschland studierten im internationalen Vergleich ohnehin schon zu wenig junge Menschen eines Jahrganges. Eine akademische Ausbildung dürfe nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, so die Ministerin.

26.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung

Vor dem Hintergrund der Anstrengungen, einen gemeinsamen europäischen Bildungsraum zu schaffen, ist nach Ansicht der Ministerin eine einheitliche Regelung der Studienbedingungen jedoch dringend notwendig. "Unterschiedliche Verfahren in einzelnen Bundesländern bedeuten einen Rückfall in die Kleinstaaterei."

Erdsiek-Rave sprach sich für ein bundeseinheitliches Darlehensmodell zur allgemeinen Studienfinanzierung nach skandinavischem Vorbild aus, um den Anreiz zum Studium und damit die Studierendenquote zu erhöhen. "Gemeinsames Ziel aller Bildungspolitiker in diesem Land ist mehr Bildung, mehr Innovation. Wir können es nicht riskieren, dass die Einführung von Studiengebühren dies verhindert."


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