Wissenschaftsstandort für Nachwuchs aus anderen Ländern attraktiv

Der Bildungsmonitor 2006 der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" stellt nach den Worten von Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk "dem Bildungssystem des Landes Baden-Württemberg wieder ein erfreulich gutes Zeugnis aus".

24.08.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der dort ermittelte "Brain gain" Baden-Württembergs sei auf die auch im internationalen Vergleich besonders ausgeprägte Forschungsintensität des Landes zurückzuführen. "Dies zieht fähige Köpfe aus allen Regionen an, zumal wenn der Bedarf an hoch qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern nicht ausschließlich mit Absolventen der Landeshochschulen gedeckt werden kann", sagte Birk am 24. August in Stuttgart. "Wir sind stolz, dass Baden-Württemberg als Wissenschaftsstandort auch für den Nachwuchs aus anderen Ländern attraktiv ist."

Ein leicht überdurchschnittlicher Rückgang bei den Erstabsolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge an den Hochschulen (bis 2004) könne sich durch das in den vergangenen Jahren beobachtete Auf und Ab der Studienanfängerzahlen ergeben. Birk: "Wenn man jedoch die in der Ausbildung besonders erfolgreichen Berufsakademien einbezieht, verzeichnet Baden-Württemberg keinen Rückgang, sondern eine Zunahme der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge um 2 % gegenüber 1999." Mindestens ebenso bedeutsam sei, dass der Anteil des Landes bei der Zahl der Hochschulabsolventen schon heute überproportional ist. Die Hochschulen des Landes stellen 17 % der Absolventen der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften und 15 % der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge in Deutschland. Unter Einschluss der Berufsakademien kommen sogar 18 % der ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchskräfte aus Baden-Württemberg.

"Dennoch wird bei dem Ausbauprogramm ´Hochschule 2012´, mit dem wir als erstes Land auf die steigenden Studienberechtigtenzahlen reagieren, ein besonderes Gewicht auf praxisnahe Studiengänge mit guten Berufsaussichten gelegt", betonte der Staatssekretär. "Mittelfristig können daher in Baden-Württemberg mehr Stellen für natur- und Ingenieurwissenschaftlern mit Absolventen aus dem Land besetzt werden."


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