Studentisches Wohnen

Wohnheimbau: Deutsches Studentenwerk würdigt Anstrengungen der aktiven Länder

Zum Auftakt seiner Wohnheimtagung in Bremen würdigt das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland, die Anstrengungen der beim Wohnheimbau aktiven Bundesländer – besonders Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Hessen, die ihre Studentenwerke mit Zuschüssen fördern.

22.05.2013 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärte vor mehr als 120 Wohnheim-Expertinnen und -experten aus den Studentenwerken: "Preisgünstige Mieten für die Studierenden lassen sich bei Neubauten nur mit Zuschüssen realisieren. Das müssen noch mehr Länder beherzigen."

Meyer auf der Heyde nannte als jüngstes positives Beispiel dafür das Land Hessen. Die hessische Landesregierung will im Jahr 2014 unter anderem 2.000 zusätzliche Wohnheimplätze für Studierende schaffen, die Hälfte davon gefördert mit 15.000 Euro Landeszuschuss pro Platz.

Der Freistaat Bayern fördert jeden Wohnheimplatz mit faktisch 26.500 Euro Zuschuss. "Das ist ein gutes Beispiel für die anderen Länder", so Meyer auf der Heyde.

"Immer mehr Länder bewegen sich", stellt Meyer auf der Heyde fest. Laut DSW wolle Schleswig-Holstein den Bau von mehreren Wohnheimen mit Landeszuschüssen und Darlehen unterstützen. Jüngst habe das Studierendenwerk Vorderpfalz eine Zusage des Landes Rheinland-Pfalz für Zuschüsse zu einem neuen Studentenwohnheim erhalten.

Nordrhein-Westfalen habe Ende 2012 ein Förderprogramm aufgelegt, allerdings ausschließlich mit vergünstigten Darlehen. Berlin wolle sich ebenfalls engagieren, wenn auch bisher lediglich mit unentgeltlicher Grundstücksüberlassung.

Meyer auf der Heyde sieht allerdings auch den Bund in der Pflicht: "Mit 2,5 Millionen Menschen studieren so viele wie nie zuvor. Das ist politisch gewollt und eine Riesenchance. Für die Studierenden preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern, und hier hat der Bund, der gemeinsam mit den Ländern ja auch zusätzliche Studienplätze schafft, eine klare Mitverantwortung. Der Bund muss mit ins Boot."

Derzeit haben die 58 Studentenwerke bundesweit rund 183.000 Wohnheimplätze.


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