100 Schüler blickten hinter die Kulissen der Bildungspolitik und -planung

Rund 100 Schülerzeitungsredakteure und ihre Betreuungslehrer aus ganz Bayern trafen heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider beim Tag der offenen Tür, zu dem der Minister erstmals in das Kultusministerium nach München eingeladen hatte. Sie nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Bildungspolitik und -planung zu blicken.

27.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei der abschließenden Pressekonferenz am heutigen frühen Nachmittag informierte der Minister über die Grundsätze seiner Bildungspolitik: "Ich will alle Talente fördern" und: "Es darf keinen Abschluss ohne Anschlussmöglichkeiten" geben. Das gegliederte Schulsystem im Freistaat biete dazu vielfältige Chancen und Wege. Minister Schneider gab ein Votum für eine umfassende und ganzheitliche Bildungsarbeit an den Schulen ab - ganz im Sinne des Art. 131 der Bayerischen Verfassung.

Auf die Schwerpunkte seiner aktuellen Arbeit angesprochen, betonte der Minister: "Ich will die Hauptschule zu einer stark berufsorientierten Schule weiter entwickeln." Jede Schülerin und jeder Schüler solle die Hauptschule mit einem Abschluss und der Ausbildungsreife verlassen. Die Ausweitung von derzeit 20 auf künftig 46 Fachoberschul-Standorte, an denen eine 13. Klasse eingerichtet ist, ermögliche es, dass im kommenden Schuljahr noch mehr leistungsfähige und -willige Schüler wohnortnah die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erwerben können.

Mit dem Abbau der großen Klassen werde im kommenden Schuljahr begonnen. Es solle an Gymnasien und Realschulen nur noch Klassen mit maximal 34 Schülern geben.

Die Schülerinnen und Schüler informierten sich in Gesprächsgruppen mit Verantwortlichen des Ministeriums über aktuelle bildungspolitische Themen wie die Berufliche Oberschule, die Weiterentwicklung der Hauptschule und des Bayerischen Gymnasiums sowie die Möglichkeiten, die sich aus den Erfahrungen mit Schulversuchen ergeben. Außerdem stellten Praktiker Tricks zur Gestaltung von Schülerzeitungen vor und gaben Auskunft über die Rolle der Pressestelle eines Ministeriums.

"Die Arbeit an Schülerzeitungen unterstützt in besonderer Weise den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen", hatte der Minister bei der Begrüßung der Schülerzeitungsredakteure betont. Durch die Praxis im "Blattmachen" würden Schlüsselqualifikationen vermittelt, die man später sowohl als Bankvorstand, als Chefredakteur wie auch als Minister brauchen könne, so Minister Schneider.


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