109 Thüringer Schülerinnen und Schüler lernen Chinesisch

In diesem Schuljahr lernen im Freistaat 109 Schülerinnen und Schüler Chinesisch. Das Unterrichtsfach wird am Staatlichen Spezialgymnasium für Sprachen, Salzmannschule Schnepfenthal und am Staatlichen Orlatal-Gymnasium in Neustadt an der Orla angeboten.

06.09.2007 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Dazu sagte Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU): "Nicht nur die große Politik, auch wir haben eine Brücke in das Land der Mitte. Mit der chinesischen Sprache holen wir Jahrtausende alte Kultur und Geschichte zu uns nach Thüringen. Für Schülerinnen und Schüler in Schnepfenthal und Neustadt/Orla bietet sich damit die einzigartige Chance, einem Land näher zu kommen, dass die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Politik in diesem Jahrhundert entscheidend beeinflussen wird. Das hat nicht zuletzt der Staatsbesuch der Bundeskanzlerin in der vergangenen Woche gezeigt."

Chinesisch wird in Schnepfenthal seit dem Schuljahr 2002/2003 angeboten, in den Klassenstufen 6 und 7 mit fünf Wochenstunden, ab Klasse 8 bis 10 mit vier Wochenstunden. Als Grundkurs in Klasse 11 sind es drei Wochenstunden. Derzeit lernen insgesamt 94 Schülerinnen und Schüler in zehn Sprachgruppen bei zwei Muttersprachlern, die seit 2002 und 2004 an der Salzmannschule tätig sind. Das Spezialgymnasium ist die einzige deutsche Schule, in der Chinesisch, Japanisch oder Arabisch als 2. Fremdsprache verpflichtend eingebracht werden muss.

Im Staatlichen Orlatal-Gymnasium in Neustadt an der Orla werden derzeit 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 in wöchentlich einer Doppelstunde von zwei chinesischen Studenten vom Institut für Auslandsgermanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena unterrichtet. Für diese Arbeitsgemeinschaft gibt es eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Schule und der FSU Jena. Begleitet wird dieser Unterricht von einem für das laufende Schuljahr geplanten großen China-Projekt des Gymnasiums.

Nach Angaben des Fachverbandes Chinesisch e.V. gibt es in Deutschland 120 Schulen, die die Sprache des größten Volkes der Welt im Programm haben – der überwiegende Teil als Arbeitsgemeinschaft. Schnepfental ist einer von insgesamt 15 Orten, in denen Chinesisch als Wahlpflichtfach angeboten wird. In sieben Bundesländern, darunter Sachsen, Hamburg und Rheinland-Pfalz, gibt es ein solches Angebot gar nicht.


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