120 angestellte Lehrerinnen und Lehrer im Streik

Ca. 120 angestellte Lehrkräfte sind heute dem Streikaufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gefolgt und haben für die Weiterzahlung einer Gehaltszulage gestreikt, die Ende 2007 bereits ausgelaufen war. Alle Verhandlungen mit dem Senat verliefen in den letzten Monaten ergebnislos.

22.09.2009 Pressemeldung GEW Bremen

"Wir fordern diese Zulage rückwirkend ab 1.1.2008," erklärte Landesvorstandssprecher Christian Gloede-Noweck vor der Streikversammlung am Rathaus anlässlich der Senatssitzung. Der damals beschlossene Bremer "Sonderweg" müsse fortgesetzt werden. Das Vertrösten der Finanzsenatorin Linnert auf die demnächst beginnenden Verhandlungen zu bundesweiten Eingruppierung von Lehrkräften wies er als nicht sachgerecht zurück. Bei dem heutigen Streik ginge es um die Personengruppe der über 56jährigen. 2002 wurden alle unter 50jährigen Lehrkräfte verbeamtet, die anderen erhielten eine für fünf Jahre befristete Zulage. Ca. 500 Bremer Lehrkräfte seien davon noch betroffen.

"Wir haben dem Senat in den letzten Monaten mehrere Angebote zum Ausgleich unterbreitet, vorstellbar ist für uns auch eine Unterrichtsstundenentlastung um drei Stunden", so Gloede-Noweck weiter. Die Forderungen seien nicht überzogen, wenn man bedenke, dass in den letzten Jahren zwei zusätzliche Unterrichtsstunden verordnet wurden.

Hinzu komme, dass der Großteil der betroffenen KollegInnen doppelt benachteiligt sei: 2002 zu alt um verbeamtet zu werden, nun zu jung, um noch Altersteilzeit in Anspruch nehmen zu können. Auch in dieser Frage erwarte die GEW ein Signal des Senats, nachdem ein entsprechender Initiativantrag des Personalrats Schulen abgelehnt wurde.

Die GEW kündigte weitere Aktionen an, sollte es keine verhandlungsfähigen Angebote des Senats geben.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Landesvorstandssprecher Christian Gloede-Noweck: 0174-9790755

Ansprechpartner

GEW Bremen

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