3 930 Kinder im Schuljahr 2011/2012 in Grundschulförderklassen
Im Schuljahr 2011/2012 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamtes zum Stichtag 19. Oktober 2011 in Baden-Württemberg 3 930 vom Schulbesuch zurückgestellte Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter in öffentlichen Grundschulförderklassen betreut.
21.03.2012 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie Grundschulförderklasse hat die Aufgabe, schulpflichtige und vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder zur Grundschulfähigkeit zu führen. Durch gezielte Förderung sollen sie in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung so unterstützt werden, dass eine Aufnahme in die Grundschule möglich wird. Hierbei kommt dem sozialen Lernen innerhalb der Gruppe besondere Bedeutung zu.
Die Grundschulförderklassen werden an den Grundschulen geführt. Sie sind eng mit dem ersten Schuljahr verzahnt, um eine optimale Förderung der Kinder zu erreichen und sie gegebenenfalls unterjährig in die erste Klasse einzuschulen. Insgesamt wurden im Schuljahr 2011/2012 rund 90 000 Schülerinnen und Schüler (vorläufige Zahl) in Grundschulen eingeschult.
Zum Vergleich: Im Schuljahr 2010/2011 wurden 4 089 Kinder in Grundschulförderklassen betreut; knapp 92 000 Schülerinnen und Schüler wurden eingeschult. Die Zahl der Einschulungen an Grundschulen ist seit dem Schuljahr 2003/04 rückläufig.
Im laufenden Schuljahr bestehen an 243 Schulstandorten insgesamt 289 öffentliche Grundschulförderklassen. Landesweit wurden je Klasse im Durchschnitt 14 Kinder überwiegend halbtägig betreut. Die durchschnittliche Klassengröße reichte von 10 Kindern im Stadtkreis Heilbronn bis zu 18 Kindern im Landkreis Sigmaringen. Mit einem Anteil von rund 66 Prozent (2 576) waren Jungen in öffentlichen Grundschulförderklassen deutlich in der Überzahl gegenüber Mädchen. 20 Prozent (768) der betreuten Kinder hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Von den insgesamt 661 Personen des Lehr- und Erziehungspersonals, darunter nur 7 Prozent Männer (49), waren mehr als die Hälfte (59 Prozent) Lehrerinnen oder Lehrer, 34 Prozent Erzieherinnen oder Erzieher, 5 Prozent Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen und 2 Prozent hatten eine anderweitige Ausbildung.
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