Nordrhein-Westfalen

42 neue Sekundarschulen und 19 neue Gesamtschulen gehen an den Start

42 neue Sekundarschulen können im Sommer in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit aufnehmen. Nachdem das Anmeldeverfahren für die Sekundarschulen in den meisten Kommunen abgeschlossen ist, zog Schulministerin Sylvia Löhrmann heute eine erste Bilanz. "Die erfreulich hohe Zahl der Sekundarschulen, die nun nach den Sommerferien ihre Arbeit aufnehmen, zeigt, wie wichtig der Schulkonsens für Nordrhein-Westfalen war. Die Kommunen nutzen die Chancen für ein zukunftsgerechtes Schulangebot vor Ort offensiv." Darüber hinaus gehen nach den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen auch 19 neue Gesamtschulen an den Start.

13.03.2012 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die 42 neuen Sekundarschulen entstehen in folgenden Kommunen:

Regierungsbezirk Arnsberg (14): Altena/Nachrodt-Wiblingwerde, Attendorn, Bochum (2), Breckerfeld, Dortmund, Erwitte/Anröchte, Hamm, Nethphen, Olsberg, Werl, Werne, Wetter, Wickede.

Regierungsbezirk Detmold (5): Vlotho, Extertal, Lübbecke, Borchen, Oerlinghausen.

Regierungsbezirk Düsseldorf (8): Monheim, Kleve, Dinslaken, Kamp-Lintfort, Alpen, Jüchen, Straelen, Essen.

Regierungsbezirk Köln (8): Overath, Nümbrecht, Engelskirchen, Eitorf, Bornheim, Jülich, Nideggen/Kreuzau, Lohmar.

Regierungsbezirk Münster (7): Gelsenkirchen, Münster, Drensteinfurt, Ahlen, Sassenberg, Nottuln, Herten.

Bei drei dieser 42 Sekundarschulen handelt es sich um Ersatzschulen in kirchlicher Trägerschaft: Breckerfeld, Essen und Nottuln.

Im Februar hatten die Bezirksregierungen mit Zustimmung des Ministeriums 50 Anträge für Sekundarschulen genehmigt. Die aktuellen Anmeldeverfahren ergaben bisher insgesamt: 42 Sekundarschulen können starten, fünf beantragte Schulen kommen wegen zu geringer Anmeldezahlen nicht zustande (Issum-Kerken, Lichtenau, Preußisch-Oldendorf, Stolberg, Wilnsdorf). Die ursprünglich drei geplanten Sekundarschulen in Arnsberg sollen voraussichtlich erst ein Jahr später gegründet werden.

Pädagogisches Konzept: Von den neuen Sekundarschulen unterrichten 12 auch nach der Klasse sechs gemeinsam, 28 haben sich für ein teilintegriertes Konzept entschieden, zwei (Breckerfeld, Essen) unterrichten nach Klasse sechs in getrennten Bildungsgängen.

Beteiligte Schulformen: 34 der 41 neuen Sekundarschulen sind aus einer oder mehreren Haupt- und Realschulen hervorgegangen; sechs aus einer oder zwei Hauptschulen (Attendorn, Bornheim, Eitorf, Hamm, Straelen-Wachtendonk, Wickede); zwei (Borchen, Oerlinghausen) aus einer Verbundschule.

Teilstandorte: 33 der neuen Sekundarschulen haben einen Standort, neun haben zwei Teilstandorte (Erwitte/Anröchte, Altena/Nachrodt-Wiblingwerde, Dinslaken, Kamp-Lintfort, Jüchen, Kreuzau/Nideggen, Lohmar, Gelsenkirchen, Kleve).

In der Sekundarschule lernen die Kinder und Jugendlichen mindestens in den Klassen fünf und sechs gemeinsam. Ab dem siebten Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage eines Beschlusses des Schulträgers weiterhin integriert, teilintegriert (mit Fachleistungsdifferenzierung in einzelnen Fächern) oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen.

Die Sekundarschule verfügt über keine eigene Oberstufe, sie geht aber mindestens eine verbindliche Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule, eines Berufskollegs oder einer Gemeinschaftsschule mit eigener Oberstufe ein. Damit ist sichergestellt, dass Eltern bei der Anmeldung genau wissen, wo ihr Kind – entsprechende Leistungen vorausgesetzt – den Bildungsweg zum Abitur fortsetzen kann.

Nach dem Schulkonsens im Juli hatte der Landtag im Oktober mit dem neuen Schulgesetz und der Verfassungsänderung die Grundlage für die Sekundarschule geschaffen. Sie ist seitdem als zusätzliche Regelschulform in NRW verankert. Mit dem Schulgesetz wurde auch die Errichtung von Gesamtschulen erleichtert: Die erforderliche Mindestschülerzahl liegt nun bei 100 Schülerinnen und Schülern statt bislang bei 112. Damit ist es für Kommunen leichter, bei entsprechendem Bedarf eine Gesamtschule zu gründen.

Die 19 neuen Gesamtschulen entstehen in folgenden Kommunen:

Regierungsbezirk Arnsberg (2): Finnentrop, Menden.

Regierungsbezirk Detmold (4): Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Paderborn, Salzkotten.

Regierungsbezirk Düsseldorf (2): Kleve, Willich.

Regierungsbezirk Köln (6): Gangelt, Herzogenrath, Much/Ruppichteroth, Stolberg, Troisdorf, Windeck.

Regierungsbezirk Münster (5): Ennigerloh-Neubeckum, Greven, Ibbenbüren, Münster, Warendorf.

Schulministerin Sylvia Löhrmann bewertet die Entwicklung positiv: "Insgesamt gehen also nach derzeitigem Stand 60 Schulen des längeren gemeinsamen Lernens an den Start. Das ist für die kurze Zeit der Vorbereitung eine beachtliche Zahl. Ich danke allen Beteiligten in den Kommunen und in der Schulaufsicht für die von ihnen dafür geleistete Arbeit."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden