Hamburg

60 Mio. Euro teures Bildungszentrum in Wilhelmsburg feierlich eingeweiht

Im Beisein von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz, Bildungssenator Ties Rabe, Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, GMH-Geschäftsführer Ewald Rowohlt und IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg ist heute in Wilhelmsburg das Bildungszentrum "Tor zur Welt" eröffnet worden. Es vereint das Helmut-Schmidt-Gymnasium, die Elbinselschule und das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum mit sechs weiteren Bildungseinrichtungen wie der Elternschule und dem Theater am Strom unter einem Dach. Es gilt als ambitioniertestes Bildungsprojekt Hamburgs und als eine der innovativsten Bildungseinrichtungen Deutschlands. 60 Mio. Euro wurden investiert.

22.05.2013 Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Das "Tor zur Welt", ein Schlüsselprojekt der Bildungsoffensive der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg, ist gleichzeitig ein Meilenstein in der Entwicklung des Stadtteils. Mit ihm wird die häufig gestellte Forderung, Schule mit nichtschulischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen enger zusammenzuführen, konzeptionell und baulich vorbildlich umgesetzt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: "Heute stoßen wir ein Tor auf – buchstäblich ein ´Tor zur Welt`, das vielen Hamburgerinnen und Hamburgern einen weiten Horizont eröffnen und die bessere Teilhabe an der Gesellschaft bieten soll. Ein Tor, das gewährleistet, dass allen, die hindurchgehen, die Welt offen steht. Beim ´Tor zur Welt` haben Viele auch das Stadtwappen im Sinn. Dessen geöffnete Tore betonen die Durchlässigkeit für Waren ebenso wie für Köpfe, Ideen und Lebenswege. In seiner inhaltlichen Ausrichtung ist das neue ´Tor zur Welt` eine der innovativsten Bildungseinrichtungen Deutschlands."

Bildungssenator Ties Rabe: "Das ´Tor zur Welt` bietet gute Voraussetzungen. Es stellt die Weichen für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen von den Elbinseln. Es enthält kluge Ideen und vorbildliche Einrichtungen, die dazu beitragen können, dass alle Menschen in diesen Stadtteilen Hamburgs gute Perspektiven erhalten – Kinder und Jugendlichen in den Schulen, Erwachsene dank der zahlreichen Angebote der Kooperationspartner. Die zukünftigen Nutzer werden das ´Tor zur Welt` zum Erfolg führen: wissbegierige Schülerinnen und Schüler, gute Pädagoginnen und Pädagogen, engagierte Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger."

Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter: "Das ´Tor zur Welt` steht nicht nur für die Aufgabe einer pädagogischen und ökologischen Erneuerung der Schule, sondern vor allem für den Willen zu einer gesellschaftlichen und städtebaulichen Einbindung in ihre Umgebung. Schule soll sich nicht abschotten von ihrer Nachbarschaft und Motor der sozialen Entwicklung sein. In diesem Sinne ist ausgehend von der Bildungsoffensive mit zahlreichen Beteiligten ein für ganz Hamburg vorbildliches Gebäude gelungen, das das Ziel eines attraktiven Schulangebotes in Wilhelmsburg maßgeblich voranbringen kann."

Ewald Rowohlt, Geschäftsführer GMH Gebäudemanagement Hamburg GmbH: "Das Bildungszentrum ´Tor zur Welt` ist für uns ein Leuchtturmprojekt. Es ist mit Neubauten und Sanierungsmaßnahmen für drei Schulen hamburgweit das größte Projekt im aktuellen Schulbauprogramm des Senates. Darüber hinaus ist das ´Tor zur Welt` beispielhaft für die integrative Wirkung, die Schulen im Quartier entfalten können. Der Standort vereint verschiedene schulische und außerschulische Nutzungen und setzt dabei innovative pädagogische wie auch bauliche bzw. ökologische Konzepte um. Von der Planungsphase bis zur heutigen Einweihung haben zahlreiche Akteure des Stadtteils und der Stadt hierfür zielorientiert zusammengearbeitet."

Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg GmbH: "Das ´Tor zur Welt` ist das größte Neubauprojekt der Bildungsoffensive Elbinseln der Internationalen Bauausstellung und gleichzeitig das Symbolprojekt für ein neues Verständnis von Gemeinwesen-orientierter Bildungsarchitektur. Das ´Tor zur Welt` ist ein neuartiges Stadtteilzentrum; es vernetzt Schulen, Kitas, Erwachsenenbildung sowie Beratungseinrichtungen; außerdem ist es in dreierlei Hinsicht als Bildungshaus innovativ: Menschen aller Altersgruppen und Vorbildung finden hier Angebote für lebenslanges Lernen und kulturellen Austausch. Der Passivhausstandart setzt neue Maßstäbe im Schulbau und bietet auch den Schülern die Chance, den sorgsamen Umgang mit Ressourcen schon früh zu lernen."

Pädagogische Konzepte einer offenen Schule, die kulturelle Vielfalt und Umweltorientierung neben zeitgemäßen Leistungsanforderung zum Inhalt für eine Weiterentwicklung des Schulbaus machen, stellten besondere Anforderungen an dieses Projekt der Internationalen Bauausstellung Hamburg. Sie wurden von dem Hamburger Architektenbüro bof, das zusammen mit den Landschaftsarchitekten Breimann & Bruun als Sieger aus einem europaweiten Wettbewerb hervorging, in der Gesamtanlage und in vielen Details eindrucksvoll gelöst.

Im Jahr 2006 wurde mit den Planungen für das "Tor zur Welt" begonnen, gebaut wurde seit Herbst 2010. Auf einem 53.700 Quadratmeter großen Grundstück entstand eine Gesamtnutzfläche von 22.645 Quadratmetern (Neubau und umgebauter Bestand).

Projektträger sind Schulbau Hamburg (Finanzbehörde), die Behörde für Schule und Berufsbildung, die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, die Kulturbehörde, das Bezirksamt Hamburg-Mitte, die GMH Gebäudemanagement Hamburg GmbH und die IBA Hamburg.

Das "Tor zur Welt" ist in seiner ungewöhnlichen Entstehung als umfassender Beteiligungsprozess der späteren Nutzer als auch in seinen außergewöhnlichen baulichen Elementen beachtenswert. Dazu gehören ein Umweltzentrum für die Klassen 0 bis 6, ein gut ausgestatteter Theaterbereich, ein Selbstlernzentrum und eine Lesestadt, eine Bewegungshalle mit einer Kletterstrecke, eine Dachterrasse als Pausenhof mit einer großen Rutsche, einsehbare Klassenräume, ein Raum der Religionen und als Krönung eine Art Kleinplanetarium als Mediale Geowerkstadt für die Region.

Die Bereiche in der Übersicht:

  • Schulische Einrichtungen für das Helmut-Schmidt-Gymnasium, die Elbinselschule und das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum. (Insgesamt rund 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie 125 pädadogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

  • Das Torhaus (Multifunktionszentrum) mit Aula, Mensa, Produktions- und Lehrküche, Musik-, Kunst- und Theaterräumen sowie Elterncafé wird von folgenden Einrichtungen des Stadtteils genutzt:

    O Elternschule Wilhelmsburg/Fachamt Sozialraummanagement

    O Inselmütter/BI – Beruf und Integration Elbinseln gGmbH

    O Hamburger Volkshochschule

    O Theater am Strom

    O verikom – Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung e.V.

    O Weiterbildung Hamburg Service und Beratung gGmbH

    O Kita Koppelstieg (ASB)

  • Naturwissenschaftliche Einrichtungen: Umweltzentrum für die Klassenstufen 0 bis 6 und Laboreinrichtungen für die Sekundarstufe (Science Center).

  • Bibliotheksausstattung: Selbstlernzentrum und "Lesestadt" (für Grundschulklassen)

  • Sporthallen, Sport- und Spielhöfe, Außensportanlagen

  • Mediale Geowerkstatt: Klein-Planetarium für Schülerprojekte aller Fachbereiche sowie Lehrerbildung

  • School & Business Center für Berufsorientierung und Schülerfirmen (Für diesen Bereich werden bis Herbst 2013 noch Umbauarbeiten im Bestand vorgenommen).

Informationen zum "Tor zur Welt" finden sich auch im Internet unter www.iba-hamburg.de/tor-zur-welt


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