Abiturergebnisse im Schuljahr 2005/2006

Bildungssenator Klaus Böger: "Ich gratuliere allen Abiturientinnen und Abiturienten zur erfolgreichen Prüfung. Ihre Eltern können stolz auf Sie sein – und sie sind es bestimmt auch. Besonders danke ich den Lehrerinnen und Lehrern, die zum ersten Mal unter engen Zeitvorgaben sowohl diese Prüfungen als auch die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss durchgeführt haben. Diese Abiturergebnisse zeigen erneut, dass Berlin auf dem richtigen Wege ist."

23.06.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Das statistische Ergebnis ist positiv und die pädagogische Interpretation kommt zu einer Reihe von erfreulichen Ergebnissen:

  1. Zum ersten Mal erreicht Berlin einen Notendurchschnitt von 2,6. Seit mehr als einem Jahrzehnt lag der Notendurchschnitt bei 2,7 lag.
  2. Zum ersten Mal ist die Durchfallerquote bei einem Wert von 7,5 Prozent gesunken. In den neunziger Jahren lag sie noch bei 10 Prozent und höher.
  3. Während die Schülerzahlen in Berlin sinken, steigt immer noch die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten. In diesem Jahr haben wieder über 14 000 Schüler das Abitur bestanden: Diese Zahl lag noch vor 10 Jahren bei höheren Schülerzahlen nur bei knapp 13 000. Die Abiturientenquote (Verhältnis der Zahl der heutigen Abiturienten zu den Zahlen desselben Schülerjahrgangs in der Klassenstufe 8) ist im Laufe der Jahre von 30 Prozent im Jahre 2000 auf mehr als 35 Prozent gestiegen. Das ist im deutschlandweiten Vergleich weit überdurchschnittlich.
  4. Zum ersten Mal werden in diesem Jahr die Abiturientinnen und Abiturienten nach dem Merkmal deutscher und nichtdeutscher (ndH) Herkunft unterschieden. Der Anteil der Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache liegt bei 11,5 Prozent an den Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe; 9,5 Prozent an Gymnasien und bei mehr als 8 Prozent an den beruflichen Gymnasien.
  5. Unter den 171 Schulen, die zum Abitur führen, sind sechs mit einem mehr als sechzigprozentigen Anteil von Schülern und Schülerinnen nichtdeutscher Herkunftssprache; bei 14 weiteren liegt der ndH-Anteil bei mehr als 50 Prozent. Sechzig Abiturschulen haben in diesem Prüfungsjahrgang keine Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache.
  6. 781 Schüler aus 40 Nationen haben das Abitur an Berliner Schulen bestanden. Den größten Anteil bildeten die Schüler und Schülerinnen aus der Türkei, gefolgt von polnischen, russischen, vietnamesischen, kroatischen und bosnischen Schülerinnen und Schülern.
  7. Die Spitzennoten mit Abiturdurchschnitten von 1,0 und 1,1 schafften 90 Schülerinnen und Schüler (im Vorjahr 54). Dabei lag der Anteil der weiblichen Absolventen bei 42 Prozent.
  8. Schulen, deren Gesamtdurchschnitte herausragen sind die Heinrich-Hertz-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg, das Herder-Gymnasium in Lichtenberg, das Gymnasium Steglitz, die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Tempelhof-Schöneberg, die Staatliche Ballett-Schule im Bezirk Pankow und das Oberstufenzentrum für Kommunikationstechnik/ Informationstechnik/ Medientechnik (KIM) im Bezirk Mitte.
  9. Kein Schüler musste sich mit dem rechnerisch knappsten Ergebnis zufrieden geben. 37 Abiturienten erreichten das Ziel mit dem knappen Ergebnis von 3,8. Der häufigste Notenschnitt lag bei 3,1.
  10. Was war neu in diesem Jahr?
    - Die Evangelische Schule Neukölln führte ihren ersten Schülerjahrgang zum Abitur. Im vorigen Jahr war es das Oberstufenzentrum (OSZ) für Informations- und Medizintechnik in Neukölln.
    - Zum ersten Mal erreichten Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB) in ihren Pilotjahrgängen für Englisch (Schiller-Gymnasium), Französisch (Sophie-Scholl-Gesamtschule) und Russisch (Mildred-Harnack-Gesamtschule) das Abitur.

Ausführliches Zahlenmaterial zum Abitur 2005 können Sie per email an als Datei abfordern. Nachfragen bitte an Gerhard Nitschke per Mail: .


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