Abschlussgefährdete Hauptschüler werden gefördert

Sachsens Kultusminister Steffen Flath will mehr abschlussgefährdete Hauptschüler fördern. Bereits laufende Modellvorhaben an zehn Mittelschulen werden jetzt auf weitere Schulen ausgedehnt.

12.06.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Ziel der Projekte ist es, Schüler für einen Abschluss zu motivieren und das Interesse für einen Beruf zu wecken. So soll die Zahl der Mittelschüler ohne Abschluss von derzeit 5,6 Prozent weiter gesenkt werden. "Wir müssen uns stärker um die Schwachen kümmern. Sachsen kann es sich nicht leisten auf Nachwuchs zu verzichten", sagte Flath am Montag, 12. Juni, vor Journalisten in Dresden. Schon in wenigen Jahren werde sich die Zahl der Schulabgänger halbieren. Der dadurch bedingte Fachkräftemangel drohe zu einem Engpass für das wirtschaftliche Wachstum zu werden, so Flath. Der Kultusminister kündigte an, die Förderung von benachteiligten Schülern zu verstärken. Dazu sollen ab 2007 deutlich mehr EU-Fördermittel eingesetzt werden.

Die Modellprojekte sind für 14- bis 16-jährige Jungen und Mädchen ab der 7. Klassenstufe gedacht. Über mehrere Monate lernen die Schüler an einem Tag in der Woche in Ausbildungsbetrieben mindestens zwei oder drei Berufsfelder kennen.


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