Absenkung der Eingangsbesoldung?

Auf heftige Ablehnung stoßen bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Vorschläge aus Regierungskreisen, die Eingangsbesoldung für Lehrkräfte absenken zu wollen. "Mit der Politik dieser Landesregierung auf dem Rücken der Beschäftigten muss endlich Schluss sein. Wer gut ausgebildete und hoch motivierte junge Leute für den Beruf der Lehrerin und den Beruf des Lehrers gewinnen will, darf den Arbeitsplatz in der Schule nicht weiter systematisch unattraktiv machen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Dr. Kai Niemann am Montag, 20. Februar 2006, in Kiel. Nach langem Studium und anschließendem Vorbereitungsdienst sei die Eingangsbesoldung für den schweren Beruf des Lehrers keinesfalls zu hoch. Wenn Schleswig-Holstein die Eingangsbesoldung kürze, laufe es Gefahr, viele junge Lehrkräfte an andere Bundesländer zu verlieren.

20.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Der GEW-Landesvorsitzende verwies auf die lange Liste von Verschlechterungen, die schon jetzt dazu geführt haben, dass immer weniger junge Leute in den Schuldienst wollen. "Längere Arbeitszeiten, schlechtere Arbeitsbedingungen, größere Klassen, öffentliche Diffamierungen und jetzt womöglich auch noch eine Absenkung der Eingangsbesoldung werden den Lehrermangel ansteigen lassen. Gerade jetzt, wo wir dringend mehr Lehrerinnen und Lehrer brauchen und die Bildungsqualität in unserem Lande steigern müssen, scheint die Landesregierung, wieder einmal auf die falschen Signale zu setzen."

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GEW Schleswig-Holstein

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