Ärzte warnen vor Bundeswehr in Schulen
(red/pm) Für die ersatzlose Aufkündigung von Kooperationen zwischen Bundeswehr und Schulministerien hat sich jetzt die [ärztliche Friedensorganisation IPPNW](http://www.ippnw.de/) ausgesprochen. "Die Öffnung des Schulunterrichts für Programme der Bundeswehr ist mit einer Erziehung zu Frieden und Völkerverständigung nicht vereinbar", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst. Es stünde Deutschland knapp 100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges gut an, nicht den Krieg, sondern den Frieden zu lehren.
22.11.2013 ArtikelSchulen seien zivile Einrichtungen und sollten ihrer Verantwortung gerecht werden für eine Gesellschaft, in der Konflikte durch Kompromisse gelöst werden und nicht durch Gewalt. Die Erfolge von Mediation, ziviler Konfliktbearbeitung, demokratischem gewaltfreiem Wandel müssten den Schülern und Schülerinnen vermittelt werden - nicht aber die "beruflichen Chancen" und die "Abenteuer und Grenzerfahrungen" des Soldatenberufes.
Die Entscheidung über die Verpflichtung zum Militärdienst sollte nicht von Jugendlichen getroffen werden. Im vergangenen Jahr seien 1.216 Jugendliche bereits im Alter von 17 Jahren zur Bundeswehr gegangen, entweder als Zeitsoldaten oder als "freiwillig Wehrdienstleistende". Das seien 50 Prozent mehr als 2011. Die IPPNW hat ein Informationsblatt für Schüler und Schülerinnen zu "Risiken und Nebenwirkungen eines Bundeswehreinsatzes im Kriegsgebiet" herausgegeben.
Keine Kommentare vorhanden