Ahnen / Dreyer: Freiwilliges Soziales Jahr wird künftig auch an Ganztagsschulen landesweit möglich

Jungen Frauen und Männern, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableisten, stehen in Rheinland-Pfalz als Einsatzstellen künftig auch die Ganztagsschulen im Land offen. Darauf haben sich Bildungsministerium, Sozialministerium sowie die FSJ-Trägerorganisationen geeinigt, wie Bildungsministerin Doris Ahnen und Sozialministerin Malu Dreyer jetzt mitteilten.

31.05.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Erste Erfahrungen von Schulen, die bereits FSJ-Helferinnen und FSJ-Helfer insbesondere im Rahmen freizeitpädagogischer Angebote aber auch in Aufsichtsfunktionen beim Mittagessen oder bei der Projektarbeit eingesetzt haben, sind sehr positiv", unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen. In den Kollegien erfreuten sich die Helferinnen und Helfer einer großen Akzeptanz, ihr Einsatz werde von den Schulen als bereichernd empfunden. "Mit dem Beginn des kommenden Schuljahres sollen deshalb alle dann 403 Ganztagsschulen in Angebotsform und auch die 78 verpflichtenden Ganztagsschulen im Land für Jugendliche, die das Freiwillige Soziale Jahr ableisten wollen, offenstehen. Über die Schulbehörde werden die Schulen dabei organisatorisch und auch finanziell unterstützt", kündigte Doris Ahnen an, die daran erinnerte, dass zum 1. September das Angebot im "FSJ Kultur" auf 40 Einsatzplätze landesweit nahezu verdoppelt werde.

Sozialministerin Malu Dreyer betonte, seit mittlerweile 40 Jahren hätten Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren die Möglichkeit, im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres verschiedene Bereiche kennen zu lernen: Sie betreuten Kinder oder behinderte Menschen, arbeiteten in Kirchengemeinden oder Krankenhäusern und engagierten sich in den Bereichen Sport oder Kultur. Mindestens sechs und höchstens 18 Monate verpflichteten sich die Jugendlichen und lernten in dieser Zeit eine meist völlig neue Lebenswelt kennen, was oft auch einer beruflichen Orientierung diene. Bisher leisteten jährlich etwa 1.500 Jugendliche in Rheinland-Pfalz ein Freiwilliges Soziales Jahr ab. Die Nachfrage nach dem FSJ sei ungebrochen hoch und überstieg in den letzten Jahren den Bestand an FSJ-Plätzen. "Ich bin dankbar für die Erschließung neuer Einsatzfelder, um das soziale Lernen bei Jugendlichen weiter zu befördern. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass die Jugendlichen nun auch an den Ganztagsschulen Einsatzplätze finden und das Land dadurch zusätzliche Einsatzstellen bei den bewährten Trägern schafft", unterstrich Malu Dreyer.


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