Ahnen: Weiter großes Interesse an Ganztagsschulen

Das Interesse von Schulen, Schulträgern und Eltern in Rheinland-Pfalz an der Errichtung neuer Ganztagsschulen ist weiterhin sehr groß.

06.11.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Nachdem Ministerpräsident Kurt Beck in seiner Regierungserklärung vom 30. Mai 2006 für die neue Legislaturperiode die Errichtung von 200 zusätzlichen Ganztagsschulen in Angebotsform bis 2011 angekündigt hatte, sind bis zum Ablauf der Meldefrist für das Schuljahr 2007/2008 für insgesamt 76 Schulstandorte Bewerbungen um eine Aufnahme in das Ganztagsschulprogramm des Landes eingegangen", teilte Bildungsministerin Doris Ahnen heute mit. Wie schon Jahr für Jahr in der vergangenen Legislaturperiode sei damit das Interesse erneut deutlich größer als die Zahl der aktuell vorgesehenen Errichtungsoptionen. "Für den ersten neuen Ausbauschritt im kommenden Schuljahr werden wir etwa 40 Errichtungsoptionen vergeben können", kündigte die Ministerin an.

Das anhaltend hohe Interesse bestätige vor allem die in Wissenschaft und Praxis gewonnenen Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit der Ganztagsschulen, betonte Doris Ahnen. Bei der nun erfolgenden Auswahl für das Schuljahr 2007/2008 werde – wie bisher schon – neben der Qualität der vorgelegten Ganztagsschulkonzepte und der durch entsprechende Erhebungen ermittelten Nachfrage bei Schülerinnen und Schülern sowie Eltern auch die regionale Verteilung der neuen Standorte ausschlaggebend sein. Entsprechend den Festlegungen im neuen Ausbauprogramm hätten Verbandsgemeinden oder verbandsfreie Gemeinden und Städte besonders gute Chancen, in denen es noch kein Ganztagsangebot im Grundschulbereich gebe, und die sich jetzt um ein solches Angebot zusammen mit der entsprechenden Schule bewerben. Für den Grundschulsektor seien auch mit 43 Bewerbungen insgesamt die meisten Anträge vorgelegt worden.

Erfreulicherweise eröffne die Bewerbungslage aus dem Bereich der weiterführenden Schulen auch Perspektiven für die von vielen Eltern gewünschte und pädagogisch sinnvolle Ergänzung des Ganztagsschulangebots in den verschiedenen Schulstufen vor Ort, hielt die Bildungsministerin fest. Die aktuell vorliegenden Bewerbungen für sieben Hauptschulen sowie für insgesamt 14 sonstige Schulen der Sekundarstufe I (Sek I-Schulen) biete die Chance, dies an verschiedenen Standorten auch umzusetzen. Darüber hinaus gebe es zwölf Bewerbungen für Förderschulen.

Doris Ahnen betonte: "Die Ganztagsschule in Angebotsform bleibt das zentrale Schulentwicklungsprojekt der Landesregierung. Das Netz von Ganztagsschulen wird im Land immer enger geknüpft. Daher werden wir auch in den kommenden Jahren Schulen und Schulträgern weitere Chancen bieten, sich für das Ganztagsschulprogramm des Landes zu bewerben." Dies gelte ganz ausdrücklich vor allem für Schulstandorte, für die jetzt bereits Bewerbungen eingereicht worden seien, die aber in dem Auswahlverfahren, das im Dezember abgeschlossen sein solle, keine Errichtungsoption für das Schuljahr 2007/2008 erhalten könnten.

Übersichten in Tabellenform über Bewerbungen und aktuellen Bestand an Ganztagsschulen: siehe Anlage (im .pdf-Format).


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