Rheinland-Pfalz

Ahnen: Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss der Berufsreife sinkt weiter

"Die Zahl der jungen Menschen, die in Rheinland-Pfalz die Schule ohne Abschluss der Berufsreife verlassen haben, ist auch 2013 gesunken." Das hält Bildungsministerin Doris Ahnen vor allem mit Blick auf Behauptungen der CDU-Opposition fest, die die Entwicklung dieser Zahl als "Katastrophe" bezeichnet hat.

24.01.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Fakt ist: Wenn man die kürzlich veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamtes zur Grundlage nimmt, kann davon keine Rede sein. Im Sommer 2013 hatten demnach 2.399 junge Leute in Rheinland-Pfalz die allgemeinbildenden Schulen – einschließlich der Förderschulen – ohne das Abgangszeugnis der Berufsreife verlassen. Gegenüber 2012 – damals wurden 2.353 junge Menschen gezählt – wäre dies ein Plus um 46 junge Leute gewesen. Gleichzeitig ist allerdings die Zahl der Schulabgänge insgesamt von 43.899 im Jahr 2012 auf 44.272 im Jahr 2013 (also um mehr als 370 Schulabgängerinnen und -abgänger) gestiegen, so dass die Quote der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss im Jahr 2013 – völlig identisch mit dem Vorjahr – vom Statistischen Landesamt mit 5,4 Prozent ausgewiesen wurde.

Darüber hinaus hat sich allerdings – wie erst bei Nachprüfungen nach der Veröffentlichung des Landesamtes entdeckt wurde – in der Statistik ein Rückmeldefehler niedergeschlagen. Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne den Abschluss der Berufsreife lag demnach 2013 in absoluten Zahlen bei 2.346 Jugendlichen und der prozentuale Anteil sinkt damit auf 5,3 Prozent.

Fakt ist weiterhin: Der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss ist in den letzten Jahren sehr deutlich zurückgeführt worden. 2003 lag der Anteil noch bei 9,1 Prozent. Rheinland-Pfalz steht dabei im Ländervergleich sehr gut da und liegt seit Jahren unter dem Bundesdurchschnitt. Das ist das Ergebnis erheblicher Anstrengungen für eine intensivere individuelle Förderung, von Projekten wie "Keine(r) ohne Abschluss" und eines stetigen Ausbaus der Berufsorientierung in den Schulen. All diese Schritte wirken sich vor allem in den Realschulen plus aus.


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