AIDS-Prävention gemeinsame Verantwortung von Schule und Eltern

"Wissen über AIDS ist eine Sache – 99% der Bevölkerung sind heute über die Übertragungswege dieser Erkrankung gut informiert. Problematisch ist jedoch die Tatsache, dass das Verhalten im Alltag oft nicht diesem Wissen entspricht", bilanzierte Kultusstaatssekretär Karl Freller anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember die aktuelle Herausforderung der AIDS-Prävention. "Sicher gilt es den Wissensstand der jungen Menschen über AIDS weiter zu verbessern. Darüber hinaus aber müssen wir ihr Problembewusstsein stärken und ihnen Handlungskompetenz vermitteln." Dieses Anliegen lasse sich nur als gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus umsetzen.

01.12.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

1987 hat die AIDS-Prävention an den Schulen Einzug gehalten, seit 1989 gelten verbindliche Richtlinien zur Umsetzung. Auch in den Lehrplänen hat das Thema Eingang gefunden. "Die AIDS-Prävention beschränkt sich bei weitem nicht allein auf den Biologieunterricht. Auch Fächer wie Religion und Ethik leisten durch die Vermittlung entsprechender Werthaltungen ihren Beitrag; die globalen Folgen der AIDS-Pandemie werden beispielsweise im Erdkunde-Unterricht angesprochen". Auch Projekte wie "LIZA – Liebe in Zeiten von AIDS" leisten hier einen wertvollen Beitrag, so Freller. "Da sich vor allem über 30-jährige mit HIV infizieren, müssen wir unser Hauptaugenmerk in der AIDS-Prävention darauf richten, dass Schülerinnen und Schüler langfristig stabile Einstellungen entwickeln", so der Kultusstaatssekretär.

Um die Perspektive auf das Thema zu erweitern, setzt die Aktion "Tor nach Afrika", die von der Landeszentrale für politischen Bildungsarbeit (LZ) mitgetragen wird, im Schuljahr 2006/2007 den Schwerpunkt "HIV und AIDS". Damit sollen Schülerinnen und Schüler für die gravierenden Auswirkungen der Krankheit in Afrika sensibilisiert werden.

"Das Thema AIDS ist nicht nur im Sinne der Gesundheitserziehung von geradezu ,überlebenswichtigem´ Interesse, sondern fordert uns auf, uns auch unter diesem Aspekt mit dem Gedanken der Einen Welt auseinanderzusetzen und uns unserer Verantwortung zu stellen", betonte der Kultusstaatssekretär. Er fungiert als Schirmherr des Projekts "Tor nach Afrika".

"In diesem Sinne ist auch das diesjährige Motto des Welt-AIDS-Tages - ,Gemeinsam gegen AIGS. Wir übernehmen Verantwortung. Für uns selbst und andere´ - als Auftrag zu verstehen, als Auftrag an uns alle", so Freller. "Dies ist ein Auftrag, dem wir uns nicht entziehen können und dürfen. Anlässlich des Welt-AIDS-Tages möchte ich Schulen und Eltern an diesen gemeinsamen Auftrag erinnern und appelliere, sich dieser gemeinsamen Verantwortung immer wieder neu zu stellen."


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