Aktuelle Stunde der FDP im Landtag: "Für eine optimale Förderung – wider die Einheitsschule"
"Unsere Kinder haben ein Recht darauf, nach ihren Fähigkeiten bestmöglich gefördert zu werden und deshalb muss jeder Schüler im Mittelpunkt einer individuellen Förderung stehen, wenn der Schulerfolg gesichert sein soll." Mit dieser Aussage unterstrich Kultusministerin Karin Wolff die Zielrichtung ihrer Schulpolitik zur Aktuellen Stunde der FDP-Fraktion im hessischen Landtag.
31.05.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen"Dies ist aber ein Anspruch, der in einer Einheitsschule nicht mehr möglich ist. Wenn Gymnasialschüler neben Hauptschülern sitzen, dann ist die Zusammensetzung der Schüler zu inhomogen, um optimal auf Begabungsunterschiede des Einzelnen einzugehen. Dazu kommt, dass nach dem Willen der SPD auch Förderschüler die Einheitsschule besuchen werden und nur noch schwer- oder schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche eigene Schulformen durchlaufen. Ohne ein gegliedertes Schulsystem haben Eltern auch nicht mehr die freie Wahl, welche Schulform ihr Kind besuchen soll, so dass ihren ein großes Stück Erziehungsverantwortung genommen werden würde."
"Erschwerend kommt hinzu, dass ein radikaler Umbau des hessischen Schulwesens alle erfolgreichen Bildungstraditionen kappen und die in den letzten Jahren erreichten Erfolge wieder zunichte machen wird. In den Schulen wird es dadurch in hohem Maße zu Unruhe und Mehrbelastungen kommen." Eine Zerschlagung der bestehenden Schulvielfalt werde sowohl für die Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrer eine Schwächung des ganzen Systems zur Folge haben. "Kinder sind unsere Zukunft und deshalb machen wir Schulen für Kinder mit Zukunft", schloss die Ministerin.
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