Aktueller Vergleich bestätigt erneut: G8-Schüler genauso leistungsstark wie G9-Schüler
Im Mai dieses Jahres hatte das Hessische Kultusministerium erstmals die Leistungen von G8- und G9-Schülerinnen und -Schülern in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe verglichen.
26.10.2011 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenDer Leistungsvergleich beruhte auf den vorliegenden Zeugnisnoten im ersten Halbjahr des Schuljahres 2010/11. Ein neuerlicher Leistungsvergleich für das zweite Halbjahr des Schuljahres 2010/11 bestätigt nun die Ergebnisse vom Frühjahr: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler des achtjährigen gymnasialen Bildungsgangs (G8) sind genauso gut wie die der Schülerinnen und Schüler des neunjährigen gymnasialen Bildungsgangs (G9). Die Auswertung zeigt zwischen G8-Schülerinnen und -Schülern sowie Gymnasialschülerinnen und -schülern, die eine 6-jährige Mittelstufe durchlaufen haben, nur marginale Leistungsunterschiede. Zum Teil schnitten die G8-Schüler sogar besser ab als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, die ein Jahr länger die Mittelstufe besucht haben. Damit wird das Ergebnis des Leistungsvergleich vom Mai untermauert, der für das erste Schulhalbjahr 2010/2011 zu ähnlichen Ergebnissen kam.
Die G8-Schülerinnen und -Schüler schneiden unter anderem in den Fächern Latein, Spanisch, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik besser ab, während die G9-Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch sowie Geschichte leicht im Vorteil sind. Die fachbezogenen Unterschiede bewegen sich dabei jedoch in einem Bereich von weniger als einer Zehntel-Note im klassischen Notensystem von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).
Kultusministerin Dorothea Henzler zeigte sich erfreut über die Ergebnisse der Auswertung: "Die Daten geben einen klaren Anhaltspunkt dafür, dass G8-Schülerinnen und -Schüler in der gymnasialen Oberstufe genauso leistungsstark sind wie die Schülerinnen und Schüler, die eine sechsjährige Mittelstufe durchlaufen haben. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass diese beiden Schülergruppen auch in den Abiturprüfungen der sogenannten Doppeljahrgänge 2012, 2013 und 2014 vergleichbare Leistungen erzielen werden", sagte die Kultusministerin.
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