Allianz für nachhaltige Schulgesundheit
Bildungsminister Holger Rupprecht, Vorstandsmitglied Dr. Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Franz Josef Lünne von der AOK Brandenburg sowie der amtierende Geschäftsführer Dieter Ernst von der Unfallkasse Brandenburg unterzeichnen Kooperationsvereinbarung "Anschub.de"
29.10.2008 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgBildungsminister Holger Rupprecht, Vorstandsmitglied Dr. Brigitte Mohn von der Bertelsmann Stiftung, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Franz Josef Lünne von der AOK Brandenburg sowie der amtierende Geschäftsführer Dieter Ernst von der Unfallkasse Brandenburg haben heute in Potsdam die Koperationsvereinbarung "Anschub.de" für eine verbesserte Gesundheitsprävention und -entwicklung an Brandenburgs Schulen unterzeichnet.
Bildungsminister Holger Rupprecht begrüßte die Allianz der vier Partner aus Bildung und Gesundheit ausdrücklich. "Damit werden Brandenburger Schulen nachhaltig dabei unterstützt, ihre Schulentwicklung voran zu treiben und die Gesundheitsförderung besser zu integrieren", so Rupprecht. "Ziel des Programms ist, mit Gesundheit gute Schule zu machen. Das habe ich bereits im Landtagsbericht zur gesunden Ernährung in Kitas und Schulen im vergangenen Juni deutlich gemacht." Er wünsche sich, so der Bildungsminister weiter, "dass sich mit diesem Projekt, die gesundheitliche Situation aller am Schulleben Beteiligten verbessert, dass sie den Erziehungs- und Bildungsauftrag besser wahrnehmen und ihre Schulen gesünder gestalten können."
Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung unterstrich, dass Gesundheit nicht als zusätzliche Aufgabe für die Bildungsinstitutionen verstanden wird – sondern als zentraler Bestandteil des Bildungsalltags. Bei allen Entscheidungen, die in Schulen getroffen werden, wird Gesundheit "eingeplant". Das betrifft zum Beispiel die Bewegung und die Gestaltung des Unterrichts sowie die positive Veränderung des Schulklimas. "Wenn junge Menschen gesund sind und sich wohl fühlen, lernen sie besser und erfolgreicher. Dieser Zusammenhang zeigt sehr deutlich: dass Bildung und Gesundheit miteinander verankert werden müssen."
Bislang beteiligen sich seit 2002 rund 200 Schulen in bisher vier Bundesländern am Projekt "Anschub.de", das von der Bertelsmann Stiftung initiiert wurde.
Franz Josef Lünne, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Brandenburg, betonte, dass viele gesundheitliche Probleme ihren Anfang im Kinder- und Jugendalter nähmen, aber erst im Erwachsenalter sichtbar würden. "Für uns als Gesundheitskasse ist es deshalb wichtig, dass Prävention frühzeitig beginnt. Und zwar dort, wo unsere Kinder leben, lernen und spielen – im Kindergarten und eben auch in der Schule. Deshalb beteiligen wir uns als größte Krankenkasse im Land an der Allianz für eine `gesunde Schule´ und stellen das Wissen und die Erfahrungen unserer Präventionsexperten den Einrichtungen zur Verfügung."
Der amtierende Geschäftsführer Dieter Ernst von der Unfallkasse Brandenburg wies darauf hin, dass sich die Unfallkasse Brandenburg als Träger der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung im Land Brandenburg auf vielfältige Weise um die Reduzierung der Unfälle von Schülerinnen und Schülern bemühe. "Mehr Sicherheit und mehr Gesundheit in den Schulen ergänzen einander; deshalb unterstützt die Unfallkasse dieses Projekt."
Im Land Brandenburg haben durch diese Vereinbarung bis zu 14 Schulen die Möglichkeit, durch Beratung und Fortbildung zwei Jahre lang bei der Entwicklung zu einer "Gesunden Schule Brandenburg" unterstützt zu werden. Angeboten werden z. B. Fortbildungen im Bereich der Schulentwicklung für interessierte Lehrerteams, aber auch Elterntrainings, Methodentrainings für Schülerinnen und Schüler sowie Stressmanagement und Teambildung für Lehrkräfte. Künftig soll das Gesundheitskonzept allen Schulen im Land Brandenburg angeboten werden.
Das Bildungsministerium finanziert das Projekt mit einer ganzen Stelle und hat das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) mit der Durchführung beauftragt. Am 05. November 2008 findet für interessierte Schulen im LISUM eine Informationsveranstaltung statt, zu der Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler eingeladen sind. Bis zum 15. Dezember 2008 haben die Schulen Zeit, sich für eine Teilnahme zu bewerben.
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