Altersteilzeit

"Die Lehrer erwarten in Sachen Altersteilzeit noch vor der Sommerpause ein klares Signal des Ministerpräsidenten. Die von der Landesregierung zur Bedingung gemachte Kostenneutralität für den Landeshaushalt ist durch die vom Schulministerium in Kooperation mit den Lehrerverbänden entwickelten Modelle erfüllt", so Beckmann. "Wenn sich Innenminister und Finanzminister trotzdem weiterhin querstellen, dann muss der Ministerpräsident das Tauziehen zugunsten der Lehrer entscheiden."

13.06.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

In seinem Schreiben an den VBE vom 05. 06. 2008 hat der Ministerpräsident erklärt: "Angesichts der besonderen Belastungen, die der Schulbetrieb gerade für die älteren Lehrerinnen und Lehrer bedeutet, ist der Landesregierung bewusst, dass die Fortführung der Altersteilzeit für die Beschäftigten ein wichtiges Thema ist".

Gleichzeitig betont der Ministerpräsident, dass die Verlängerung der Lehreraltersteilzeit nur in Betracht kommt, wenn die Kostenneutralität gewährleistet ist.

Nach dem vom Schulministerium, Finanzministerium und Innenministerium vorgelegten Altersteilzeitmodell sollen Lehrerinnen und Lehrer 55% der bisherigen Unterrichtsverpflichtung wahrnehmen und dafür 80 Prozent ihres Gehalts erhalten. Der Vorteil für das Land liegt klar auf der Hand: Lehrerinnen und Lehrer bleiben länger in der Schule, gleichzeitig würden für den Lehrernachwuchs zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten geschaffen.

"Die positiven Wirkungen sind längst nachgewiesen", so Beckmann. "Die Statistiken der Landesregierung belegen, dass sich das durchschnittliche Pensionsalter seit der Einführung der Altersteilzeitregelung von 59 Jahre auf 61,2 Jahre erhöht hat".

Angesichts dieser Vorteile und der Tatsache, dass jeder zweite Lehrer in NRW älter als 51 ist, und die bisherige Altersteilzeitregelung großen Zuspruch gefunden hat, ist die zögerliche Haltung der Landesregierung für den VBE nicht mehr nachvollziehbar.

Beckmann abschließend: "Mit den vorgelegten Modellen ist jedoch auch die Grenze dessen erreicht, was für die Beschäftigten noch akzeptabel ist. Der Ministerpräsident kann jetzt zeigen, wie ernst er sein immer wieder signalisiertes Verständnis für die besonderen Belastungen der Lehrerschaft wirklich meint. Wir werden ihn an seinen Taten und nicht an seinen Worten messen."


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