Am Freitag beginnen in Bayern die Abiturprüfungen

Mit den schriftlichen Prüfungen in den Grundkursen beginnt an diesem Freitag das Abitur an den bayerischen Gymnasien. Max Schmidt, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes, hat als Kollegstufenbetreuer am Gymnasium Grafing in den letzten Wochen wieder die Anspannung vieler Abiturienten in den letzten Wochen erlebt und er beruhigt: "Ein gewisses Maß an konzentrierter Gespanntheit auf die jetzt folgenden Prüfungen ist völlig normal und sogar ganz hilfreich. Zu übertriebener Sorge besteht aber überhaupt kein Anlass. Im letzten Jahr etwa konnten 98,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis mit einer bayernweiten Durchschnittsnote von 2,4 in Empfang nehmen. Das ist ein beruhigendes Zeichen für die gute Vorbereitung durch die Schüler und ihre Lehrer auf diese anspruchsvolle Abschlussprüfung." Bekanntlich werden die bayerischen Abituraufgaben ja seit jeher zentral gestellt und sind daher für alle Schüler im Freistaat identisch.

09.05.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Schnittstellen für einen Wechsel aufs Gymnasium erweitern

Schmidt machte auf die noch kaum bekannte Tatsache aufmerksam, dass in wenigen Wochen auch die Teilnehmer des Schulversuches "FOS 13" an den Fachoberschulen ihre Abiturprüfungen ablegen werden. Dazu sagte Schmidt: "Der Philologenverband begrüßt ausdrücklich die erweiterten Möglichkeiten, auch auf anderem Weg als über das Gymnasium eine am Qualitätsmaßstab des gymnasialen Abiturs orientierte allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Bayern muss aber auch leistungsstarken Schülern den umgekehrten Weg weiter ebnen, über das Gymnasium zum Abitur zu gelangen." Zwischen anderen Schularten und dem Gymnasium müssten auch noch nach der vierten Grundschulklasse feste Schnittstellen für einen Wechsel ans Gymnasium installiert werden. Er halte es durchaus für möglich und sinnvoll, selbst nach der 10.

Jahrgangsstufe auf ein Gymnasium zu wechseln, um dort nach einem "Heranführungsjahr" in insgesamt 13 Schuljahren zum Abitur zu gelangen. "Schließlich sind es gerade die Gymnasien und ihre Lehrkräfte, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Ausbildung dazu prädestiniert sind, Schülerinnen und Schüler erfolgreich auf das Abitur vorzubereiten", warb Schmidt abschließend für diese Idee.


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