Angeborenes Recht auf Abitur?
"Die Landesregierung ist auf dem Weg zum gesetzlich verankerten Geburtsrecht auf ein anstrengungsfreies Abitur. Man kann es nur noch mit Galgenhumor zur Kenntnis nehmen, wie Rot-Grün die Aushöhlung der Bildungsqualität systematisch vorantreibt", erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.
07.02.2012 Pressemeldung lehrer nrwNur wenige Tage nach der Ankündigung des Schulministeriums, dass Grundschulen bis einschließlich Klasse 3 keine Noten mehr geben müssen, folgt das nächste Beispiel: Nun wird den Gesamtschulen die Möglichkeit eingeräumt, auf eine äußere Differenzierung in Grund- und Erweiterungskursen zu verzichten und stattdessen allein auf Binnendifferenzierung zu setzen.
Parallel dazu wird das Qualitätsniveau gezielt gesenkt – wie beispielsweise in den Realschulen bei den oft viel zu leichten Zentralen Abschlussprüfungen in Klasse 10. "Die Landesregierung hat Selektion zum Unwort erklärt. Kein Kind bleibt sitzen, kein Kind bleibt ohne Abschluss. Wenn aber der Abschluss nichts mehr wert ist, weil er keine qualifizierende Aussage macht, wird Auslese an anderer Stelle stattfinden, nämlich in den Ausbildungsbetrieben, den Universitäten und im wirklichen Leben. Und je später Auslese einsetzt, desto schmerzhafter werden Korrekturen im Lebenslauf. Aber das ist dann ja nicht mehr das Problem der Schulministerin", so Balbach.
Keine Kommentare vorhanden