"Auf den Spuren von Diktaturen"
Der Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg und des Thüringer Kultusministeriums ruft Gymnasiasten in diesem Jahr auf, Arbeiten zum Thema "Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa" anzufertigen. 2006 findet der Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg im Seminarfach zum dritten Mal statt. Schirmherr des Projektes ist Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU).
24.02.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumEs können Seminarfacharbeiten eingereicht werden, die sich mit den beiden deutschen Diktaturen - Nationalsozialismus oder Kommunismus - oder auch mit anderen west- oder osteuropäischen Diktaturen vor bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigen. Die Arbeiten können sich beispielsweise mit Opposition und Widerstand gegen Diktaturen beschäftigen, sich den demokratischen Umbrüchen in Deutschland und Europa widmen oder das Weiterwirken alten Denkens untersuchen.
Minister Goebel ermuntert zur Teilnahme: "Unsere Demokratie lebt vom Wissen um ihren Wert und dem daraus folgenden aktiven Engagement für die freie, demokratische Gesellschaft. Das gilt, wenn man Extremisten entschieden entgegentritt. Es gilt aber auch für die kleinen Schritte des Miteinanders im demokratischen Meinungsfindungs- und Gestaltungsprozess. Ich ermutige daher alle Schüler: Bringt euch an dem Ort, an dem ihr steht ein. Bringt auch eure Erfahrungen aus der Beschäftigung mit 'Diktatur und Demokratie' im Seminarfach mit ein. Denn das ist die beste Vorsorge dafür, dass nicht neue Schülergenerationen schlimme Dinge aus unserer Zeit erforschen müssen."
Der Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg richtet sich an Thüringer Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12, die ihre Seminarfacharbeiten im Jahr 2005 erarbeitet und Anfang 2006 verteidigt haben. Einsendeschluss ist der 3. März 2006. Einsendungen sind zu richten an die Stiftung Ettersberg, Prof. Dr. Hans-Joachim Veen, Jenaer Straße 4, 99425 Weimar. Weitere Auskünfte erteilt Frau Daniela Ruge, Telefon 03643 / 497516, Fax 03643 / 497522 oder oder im Internet unter www.stiftung-ettersberg.de.
Bewertet werden die Arbeiten von einer unabhängigen Jury, die sich unter Vorsitz von Prof. Dr. Lutz Niethammer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) aus Lehrern, Journalisten sowie Jugendzeitungsredakteuren zusammensetzt. Die feierliche öffentliche Preisverleihung mit Kultusminister Goebel wird im Juni 2006 in Weimar stattfinden. Zu gewinnen sind Geldpreise in einem Wert von bis zu 1.000 Euro.
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