"Auf den Spuren von Diktaturen" - Preisverleihung im Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg im Seminarfach 2005

Der Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg und des Thüringer Kultusministeriums rief Gymnasiasten in diesem Jahr auf, Arbeiten zum Thema "Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa" anzufertigen. In diesem Jahr fand der Schülerwettbewerb der Stiftung Ettersberg zum zweiten Mal statt. Es beteiligten sich 81 Schüler mit insgesamt 30 Arbeiten. Schirmherr des Projektes ist der Thüringer Kultusminister Professor Dr. Jens Goebel (CDU).

22.06.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Minister Goebel erklärt anlässlich der Preisverleihung: "Weimar steht für deutsche Geschichte - für ihre Glanzpunkte und ihre dunkelsten Zeiten - wie keine zweite Stadt. Deshalb ist Weimar ein geradezu prädestinierter Ort für die Stiftung Ettersberg. Weimar ist zudem ein guter Ort, um die Preisträger des Schülerwettbewerbs der Stiftung Ettersberg zu ehren. 'Diktaturerfahrung und demokratische Umbrüche in Deutschland und Europa' - so ist der Wettbewerb überschrieben. Denn es bleibt auch nach dem Jahrhundert der Diktaturen und Kriege eine wichtige Aufgabe, sich der kritischen Reflexion über die Vergangenheit zu stellen und auch den nachfolgenden Generationen das Geschehene zu übermitteln und dafür zu sorgen, dass sich das Geschehene nie wiederholt."

Es bleibt wichtig, so Minister Goebel weiter, sich zu erinnern und sich immer wieder mit den verschiedenen Formen von Diktatur und Extremismus in der Vergangenheit und in der Gegenwart zu beschäftigen. Zum einen, um sich der Legendenbildung entgegenzustellen. Zum anderen, um zu verhindern, dass Demokratie und Rechtsstaat in der Gegenwart durch Extremisten - ob von links oder von rechts - untergraben werden. Aus der Vergangenheit erwüchsen wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung einer besseren Gegenwart und Zukunft. Diese Vergangenheit sei nicht nur Vergangenheit der Menschen in der ehemaligen DDR; sie sei die gemeinsame Geschichte der Deutschen im wiedervereinigten Deutschland.

"Unsere Demokratie lebt vom Wissen um ihren Wert und dem daraus folgenden aktiven Engagement für die freie, demokratische Gesellschaft. Das gilt, wenn man Extremisten entschieden entgegentritt. Es gilt aber auch für die kleinen Schritte des Miteinanders im demokratischen Meinungsfindungs- und Gestaltungsprozess. Ich ermutige daher alle Schüler: Bringt euch an dem Ort, an dem ihr steht ein. Bringt auch eure Erfahrungen aus der Beschäftigung mit 'Diktatur und Demokratie' im Seminarfach mit ein. Denn das ist die beste Vorsorge dafür, dass nicht neue Schülergenerationen schlimme Dinge aus unserer Zeit erforschen müssen", so Minister Goebel abschließend.


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