Ausprobieren mit Spaß und Neugier - Neues Projekt "NaWi-aktiv" fördert Schülerinnen und Schüler in Naturwissenschaften, Mathematik und Deutsch

Schulbegleitende Arbeitsgemeinschaften und Sommercamps sollen Schülerinnen und Schüler im Hauptschulbereich bereits frühzeitig in Naturwissenschaften, Mathematik und Deutsch zusätzlich fördern. Im Zuge des neuen Projekts "NaWi-aktiv" werden Kinder in der 5. und 6. Klasse an Haupt-, Regional- und Gemeinschaftsschulen gezielt unterstützt. "In den NaWi-Arbeitsgemeinschaften können die Schülerinnen und Schüler Naturwissenschaft anhand von praktischen Beispielen erleben und jede Menge ausprobieren. Das wirkt sich in der Regel auch positiv auf den Lernerfolg aus", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (16. Januar) bei der Vorstellung des Projektes in Kiel. "Damit unterstützen wir die Chancen auf einen besseren Schulabschluss und letztlich auch neue Perspektiven für das weitere Berufsleben der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler."

17.01.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Arbeitsgemeinschaften, für die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbindlich anmelden, umfassen jeweils zwei Unterrichtsstunden wöchentlich. Sie sind inhaltlich und methodisch so angelegt, dass sie nicht nur attraktive naturwissenschaftliche Themen behandeln, sondern auch die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und mathematischen Kenntnisse der Kinder fördern. "Wichtig ist: Sie lösen aktiv und eigenverantwortlich die gestellten Aufgaben und werden dabei individuell betreut", sagte Erdsiek-Rave. Den Höhepunkt bilde zum Ende des Schuljahres ein einwöchiges Sommercamp in der Ferienzeit, in dem neben den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Mathematik und Deutsch Aktivitäten wie etwa Sport auf dem Programm stehen. Die Ministerin dankte auch der Deutschen Post AG für die finanzielle Unterstützung.

"Unser Engagement bei dieser Fördermaßnahme zeigt, dass sich die Deutsche Post ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist und diese auch annimmt. "Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen" lautet einer unserer sieben Konzernwerte, die gleichzeitig Leitlinie und Herausforderung für unseren Alltag sind", sagte Heinz-Hermann Herbers, verantwortlich bei der Deutschen Post für die Betreuung des öffentlichen Sektors in Deutschland. Die Deutsche Post sei dem Wohle der Gesellschaften verpflichtet, in denen sie agiere und engagiere sich für die Zielsetzungen, die ihnen dienen. Insofern passe dieses Projekt des Landes Schleswig-Holstein genau in diese Philosophie. "Wir als zweitgrößter Arbeitgeber im Land sind gerne Partner in diesem Programm der Jugendförderung", so Herbers.

Als Säulen der "NaWi-aktiv"-Projektarbeit sollen bis 2011 vier Stützpunkte in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster aufgebaut werden, geleitet von je einer Lehrkraft. Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel (IPN) koordiniert den Aufbau der Stützpunkte, baut einen Server für entsprechende Unterrichtsmaterialien auf, gewährleistet die Lehrerfortbildung und wertet die Arbeit aus. Projektleiter Professor Reinhard Demuth unterstrich die Bedeutung von "NaWi-aktiv". Neben der Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen begegne das Projekt auch einem der größten Probleme im deutschen Bildungssystem: "Etwa 20 Prozent der Fünfzehnjährigen sind nicht in der Lage, zuverlässig und vollständig Informationen aus Texten zu entnehmen beziehungsweise schriftlich darzulegen. Die meisten von ihnen finden sich in den Klassen der Hauptschule." Untersuchungen hätten gezeigt, dass Kinder am Ende der Grundschulzeit völlig unabhängig von ihrer Leistungsfähigkeit naturwissenschaftliche Inhalte sehr interessant fänden. Demuth: "Es erscheint uns daher aussichtsreich, Kinder der 5. und 6. Klasse mit Hilfe eines besonders ausgestalteten zusätzlichen naturwissenschaftlichen Angebots auch im Hinblick auf Textverständnis und Rechenoperationen fördern zu können."

An der Hauptschule im Bildungszentrum Mettenhof in Kiel ist das Vorhaben direkt nach Ende der Herbstferien 2007 erfolgreich gestartet. Die Bildungsministerin konnte sich heute vor Ort davon überzeugen, mit welcher Begeisterung die 17 Schülerinnen und Schüler der NaWi-AG naturwissenschaftliche Versuche - etwa zum Thema "Temperatur" - durchführen, beschreiben und erklären. Dabei konnten die Kinder ihr auch ein ganz besonderes Dokument präsentieren: Um möglichst viele Versuche selbst durchführen zu können, haben sie alle einen "Brennerführerschein" gemacht, für den sie im Umgang mit Gasbrennern geschult wurden.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden