Baden-Württemberg

Baden-Württemberg: Private allgemeinbildende Schulen legen bei Schülerzahl um 1 Prozent zu

Im aktuellen Schuljahr 2013/14 besuchen knapp 102 100 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft, so die vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes. Dies sind rund 900 oder 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat sich der ansteigende Trend der vergangenen Jahre moderat fortgesetzt; seit dem Schuljahr 1986/87 sind die Schülerzahlen an den Privatschulen - mit Ausnahme des Schuljahres 2012/13 - von Jahr zu Jahr gestiegen.

21.02.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Entwicklung innerhalb der einzelnen Schularten ist dabei wieder sehr unterschiedlich verlaufen. Die Zahl der Grundschulkinder (einschl. der Grundschulen, die im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule geführt werden) an privaten Schulen ist um 1 Prozent auf 9 600 leicht angestiegen (an den öffentlichen Schulen ist sie dagegen um 1 Prozent leicht gesunken).

Vergleichsweise stark zurückgegangen (um fast 7 Prozent) auf rund 4 700 ist die Zahl der Jugendlichen, die eine private Werkreal-/Hauptschule besuchen.

Die privaten Realschulen haben rund 300 bzw. 2 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr; der aktuelle Wert liegt bei knapp 14 800.

Die Schülerzahl an den privaten allgemeinbildenden Gymnasien ist ebenfalls um 2 Prozent angestiegen auf knapp 34 000. Im Vorjahr (Schuljahr 2012/13) war die Schülerzahl hier um fast 5 Prozent gesunken, nachdem im Jahr 2012 ein doppelter Abiturientenjahrgang abgegangen war.

An den privaten Sonderschulen hat die Schülerzahl um knapp 200 bzw. 1 Prozent leicht zugenommen auf knapp 15 600. Hier wird die Entwicklung nicht wie bei den öffentlichen Schulen bestimmt von den Förderschulen, sondern von den Schulen für Erziehungshilfe. Diese machen gemessen an der Schülerzahl 44 Prozent der privaten Sonderschulen insgesamt aus. An diesen Schulen für Erziehungshilfe hat sich die Schülerzahl um knapp 1 Prozent erhöht.

Die Schülerzahl an der Sekundarstufe I der privaten Gemeinschaftsschulen hat sich fast verdreifacht auf rund 100 – was daran liegt, dass es im Vorjahr nur 1 private Gemeinschaftsschule gab, im laufenden Schuljahr aber drei.

An den Freien Waldorfschulen blieb die Schülerzahl mit rund 23 300 fast unverändert zum Vorjahr. Damit wurde wie im Vorjahr auch knapp jeder vierte Schüler (fast 23 Prozent) der privaten allgemeinbildenden Schulen an dieser integrierten Schulform unterrichtet.

Insgesamt – öffentliche und private Schulen zusammen betrachtet – ist die Schülerzahl an den allgemeinbildenden Schulen zum Schuljahr 2013/14 nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes um knapp 2 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler der privaten Schulen an den Schülerinnen und Schülern der allgemeinbildenden Schulen insgesamt liegt im laufenden Schuljahr nach den vorläufigen Ergebnissen bei 9 Prozent.


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