Bayern/Baden-Württemberg

Baden-Württemberg und Bayern unterzeichnen Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit bei der Lehrergewinnung – "Sehr gute Leistungen unserer Bildungssysteme sind in besonderem Maße Verdienst unserer Lehrerinnen und Lehrer"

"Die sehr guten Leistungen des baden-württembergischen und des bayerischen Bildungssystems sind in besonderem Maße der Verdienst unserer Lehrerinnen und Lehrer. Wir wollen auch weiterhin qualifizierte und engagierte Bewerberinnen und Bewerber für diesen Beruf gewinnen. Deshalb werden wir künftig in der Lehrergewinnung und der Bewerbersteuerung noch enger zusammenarbeiten." Das erklärten Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick (Baden-Württemberg) und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (Bayern) am Freitag (18. März 2011) in Laupheim anlässlich der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Lehrergewinnung.

18.03.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ziel ist es, insbesondere qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern, denen der Freistaat Bayern kein Anstellungsangebot machen kann, Wege zu einer Beschäftigung in Baden-Württemberg zu eröffnen. Bereits zum Schuljahr 2011/12 sollen verstärkt qualifizierte Absolventinnen und Absolventen bayerischer Studienseminare für Gymnasien und Realschulen als Lehrkräfte in Baden-Württemberg eingestellt werden können. Das Nachbarland Bayern hat Lehrkräftebedarf an Realschulen, Gymnasien und vor allem auch an beruflichen Schulen. "Damit bieten wir unseren Lehramtsanwärtern in räumlicher Nähe eine interessante berufliche Perspektive", erklärte Spaenle. "Bayerische Bewerberinnen und Bewerber leisten bereits jetzt im Schuldienst Baden-Württembergs sehr gute Dienste. Einige von ihnen sind auch als Vertretungslehrkräfte in grenznahen Regionen tätig", ergänzte Schick.

Die beiden Kultusministerien werden sich künftig bei Maßnahmen zur Bewerbersteuerung, auch auf der Ebene der Kultusministerkonferenz, absprechen. Lehramtsanwärter aus Bayern sollen in Zukunft bereits an deren Studienseminaren gezielt über Einstellungschancen im Nachbarland informiert werden. Dazu dient u. a. das baden-württembergische Lehrerportal www.lehrereinstellung-bw.de. "Zusätzlich werden wir frühzeitig Regionen und Fachbereiche benennen, in denen wir verstärkt auf die Gewinnung externer Bewerber setzen wollen", so Schick.

Die beiden Ministerien wollen bayerischen Lehrerinnen und Lehrern eine unbürokratische Rückkehroption eröffnen. Interessenten erhalten vorab eine Freigabe für einen Länderwechsel nach Bayern ab dem Schuljahr 2013/14. Mit dieser Erklärung können bayerische Lehrkräfte versetzt werden, falls ihnen ein Beschäftigungsangebot von Bayern unterbreitet werden kann. Zur Optimierung des Länderwechsels stellt Baden-Württemberg Bayern sein bereits entwickeltes Onlineverfahren für den Lehreraustausch zur Verfügung. Eine elektronische Antragsstellung und eine rasche Verwaltungsabwicklung sind dadurch gewährleistet.

Partner bei der Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens

Kultusminister Spaenle und Kultusministerin Schick betonten nochmals die enge Zusammenarbeit ihrer Länder bei der Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens. "Mit einem differenzierten Schulwesen können wir den jungen Menschen mit ihren unterschiedlichen Begabungen, Talenten und Interessen passgenaue Angebote machen und so die Potenziale der Kinder und Jugendlichen noch besser fördern und jeder Schülerin und jedem Schüler in unserem Land optimale Voraussetzungen für den weiteren Lebens- und Berufsweg bieten." Sie unterstrichen das Ziel, bei der Entwicklung vergleichbarer Abschlüsse in Deutschland eng zusammenzuarbeiten.


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