Bayerische G8-Lehrpläne von unabhängigem Institut überprüft

Im April 2008 hatte Kultusminister Schneider das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) beauftragt zu prüfen, ob die Lehrpläne des Gymnasiums nach den jüngst vorgenommenen Kürzungen noch die Zielvorgaben der nationalen Bildungsstandards für den mittleren Schulabschluss und der Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) erreichen. Die Lehrplanbegutachtung bezog sich auf die sogenannten Bildungsstandard-Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch jeweils als 1. Fremdsprache, Chemie, Biologie und Physik. Dem IQB lagen die von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Staatssekretär Bernd Sibler überarbeiteten Lehrpläne des achtjährigen Gymnasiums vor.

01.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Nun liegen die Ergebnisse der Überprüfung der neuen Lehrpläne des Bayerischen Gymnasiums durch das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen vor.

"Die Ergebnisse zeigen", so Kultusminister Schneider, "dass die Zielvorgaben der Bildungsstandards und der EPA hinsichtlich der Wissenskompetenz von unseren Lehrplänen voll erfüllt werden". Diese Einschätzung der Berliner Wissenschaftler sei sehr wichtig, da ein fundiertes Wissen als Grundlage für den Erwerb weiterer wichtiger Kompetenzen diene. Hinsichtlich der sog. prozessorientierten Kompetenzen (Handeln, Bewerten, Kommunizieren) spricht das Gutachten die Empfehlung aus, diese in den Lehrplänen noch stärker zu verankern. In den Fächern Deutsch, Mathematik und in den Fremdsprachen sei dies schon ein gutes Stück weit gelungen. Der Minister wörtlich: "Das Gutachten macht klar, dass sich die bayerischen Lehrplankommissionen bei der Umsetzung der nationalen Bildungsstandards auf dem richtigen Weg befinden." Bayern hat die Bildungsstandards bereits im Jahr 2005 gleichberechtigt neben dem Lehrplan als bindende Vorgabe in Kraft gesetzt.

"Das Gutachten geht", zeigt sich Minister Schneider erfreut, "mit Blick auf künftige Leistungsvergleiche davon aus, dass die Schülerinnen und Schüler der bayerischen Gymnasien auch in Zukunft an ihre guten Ergebnisse bei nationalen und internationalen Leistungsvergleichen anknüpfen können". Die bayerischen Gymnasiasten werden damit weiterhin in der Bildungsqualität - nicht nur in Deutschland - an der Spitze liegen. Für die weitere Lehrplanarbeit, so der Minister weiter, liefere das Gutachten wertvolle Anregungen.


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