Bayerischer Realschullehrerverband (brlv) fordert Einstieg in bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsbetreuung
"Unsere Familienstrukturen haben sich verändert und davor dürfen wir nicht unsere Augen verschließen", so der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber über die zunehmend notwendige Erwerbstätigkeit beider Elternteile einer Familie. "Es ist deshalb unausweichlich, die Ganztagsbetreuung an bayerischen Realschulen auszubauen. Dieser Ausbau muss gezielt, bedarfsgerecht und umgehend erfolgen. Es gibt immer noch Landstriche in Bayern, in denen die nachmittägliche Betreuung der Schüler durch die Familie gewährleistet ist und diesen Familien sollte die wertvolle gemeinsame Zeit nicht geraubt werden. Eine flächendeckende Einführung der verpflichtenden Ganztagsschule wäre somit nicht zielführend und würde nicht die Akzeptanz der breiten Elternschaft finden", erklärt Huber weiter.
23.01.2009 Bayern Pressemeldung Verband Reale BildungJedoch stellt der Vorsitzende des brlv ganz klar heraus, dass es bei der Ganztagsbetreuung nicht nur um die Beaufsichtigung und Betreuung am Nachmittag, sondern vielmehr um die zusätzliche Förderung der Schülerinnen und Schüler gehe, um ihren Bildungserfolg zu sichern. Hierfür sei allerdings zusätzliches pädagogisches Personal, wie etwa weitere Lehrer sowie Schulpsychologen, Jugendsozialarbeiter und Sozialpädagogen, von Nöten. "Wir benötigen deshalb dringend die Zusicherung der Politik, dass die nötigen finanziellen Mittel auch für Realschulen in dem Maße zur Verfügung gestellt werden, wie dies als Bedarf bereits angemeldet worden ist.. Die bayerische Realschule ist bereit, sich weiter zu entwickeln und damit den Zeichen der Zeit Rechnung zu tragen, und dies auch im Hinblick auf erfolgversprechende Modelle der Kooperation von Hauptschule und Realschule", schließt Anton Huber.
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