Bayerisches Kultusministerium: Der BLLV hat eine ganz andere Studie gelesen

Dem Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) und seinem Präsidenten Klaus Wenzel liegt hinsichtlich seiner Bewertung der Ergebnisse der PISA-Studie offensichtlich eine andere Studie zugrunde als die des PISA-Konsortiums, so das Bayerische Kultusministerium. Wenn man die Ergebnisse der deutschen Schüler nämlich analysiert, kann man die Gefahr einer "Spaltung der Gesellschaft" nicht erkennen.

04.12.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider hatte heute die zum Teil deutlich verbesserten Leistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler bei der PISA-Studie 2006 begrüßt und dabei herausgestellt. "Besonders erfreulich ist, dass sowohl die Leistungsschwächeren wie auch die Leistungsstärkeren vorangekommen sind."

Der BLLV müsse seine zu den Farben Schwarz und Weiß neigende Sicht der Schule in Deutschland endlich ablegen und die Realität fernab von zu erheischenden Schlagzeilen wahrnehmen.

Auch beim Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulleistung hat das PISA-Konsoritum dem deutschen Bildungswesen Verbesserungen bescheinigt, ebenso beim Lernerfolg der Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

"Diese Fortschritte sind mir aber noch nicht hinreichend deutlich", hatte Bayerns Kultusminister die Ergebnisse gewertet und die Schlussfolgerung gezogen. "Deshalb werden wir die Vorkurse zur Sprachförderung im Kindergarten weiter ausbauen. Sie werden sich in Zukunft ebenso positiv auswirken wie unsere stark erweiterten Angebote zur ganztägigen Betreuung an Schulen", zeigte sich Minister Schneider mit Blick auf den nächsten PISA-Zyklus zuversichtlich.


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