Bayerisches Kultusministerium will Möglichkeiten, Mittleren Bildungsabschluss zu erwerben, ausbauen - Hauptschulinitiative kommt voran

Das Bayerische Kultusministerium will im Rahmen der Hauptschulinitiative die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler ausbauen, vor Ort den Mittleren Bildungsabschluss zu erwerben. Dabei setzt Bayern auch weiterhin auf das gegliederte Schulsystem, das sich nicht nur nach den Ergebnissen von Internationalen Studien in seiner Leistungsfähigkeit bewährt hat, und stärkt die individuelle Förderung.

21.01.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Hauptschulinitiative hatte Kultusminister Siegfried Schneider 2006 angestoßen, um die Hauptschule zu einer berufsorientierten Schule auszubauen. Hauptziel des Ministers ist es, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler an der Hauptschule die Berufsfähigkeit erwerben. Wichtige Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen, sind der rasche Ausbau der Ganztagsklassen gerade an Hauptschulen, die Aufteilung der Fächerinhalte in Module, die sich die Schülerinnen und Schüler in übersichtlicher Form aneignen können, und die Profilbildung mit Blick auf spätere Berufsfelder. Allein zu diesem Schuljahr konnte die Anzahl der Hauptschulen mit Ganztagsklassen von 62 auf 162 angehoben werden. Im kommenden Schuljahr werden rund 100 weitere folgen.

Bereits heute erwerben rund 20 Prozent der Hauptschüler in Bayern den Mittleren Bildungsabschluss. Hauptschulabsolventinnen und -absolventen können sich bei der entsprechenden Leistung über Berufsausbildung und berufliche Bildung zu Führungskräften in Handwerk und Industrie entwickeln.

Die Brückenangebote für Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss zum Übertritt auf die FOS werden zum kommenden Schuljahr so ausgeweitet, dass sie an allen Staatlichen Fachoberschulen angeboten werden können.

Die Hauptschulinitiative eröffne auch den Gemeinden neue Chancen, ihren Schüler vor Ort attraktive Angebote zu machen.

Auf Schulamtsebene können benachbarte Schulen z.B. in Schulverbünden Konzepte erarbeiten, um den Schülerinnen und Schülern vor Ort ein qualitätsvolles Bildungsangebot unterbreiten zu können.


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