Bayern baut Hauptschulen aus

Bayern hält anders als Rheinland-Pfalz an seinem gegliederten Schulsystem fest. Nach Einschätzung des Kultusministeriums lassen sich damit die verschiedenen Schüler mit ihren unterschiedlichen Talenten sehr gut fördern.

30.10.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Im gegliederten Schulsystem stellt die Hauptschule eine wichtige Säule als weiterführende Schule dar. Sie wird gegenwärtig von rund einem Drittel der Schüler eines Jahrgangs besucht. Die große Mehrzahl der Schüler erbringt sehr gute Leistungen. Dies ergab auch die PISA-Studie: Die bayerischen Hauptschüler haben dabei deutlich besser abgeschnitten als die Schüler von Haupt- und Regionalschulen in Rheinland-Pfalz.

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider baut gegenwärtig die Hauptschule zu einer berufsorientierten Schule aus. Es ist das Ziel von Kultusminister Schneider, "dass künftig möglichst alle Schüler die Hauptschule mit der Ausbildungsreife verlassen".

Wichtige Elemente der Hauptschulinitiative sind:

  • Bedarfsgerechter Ausbau der rhythmisierten Ganztagsklassen auf Antrag der Kommunen. Allein zum laufenden Schuljahr wurden an 100 neuen Standorten gebundene Ganztagsklassen eingerichtet. Damit können die Schüler besser gefördert werden und die Eltern können Familie und Erwerbsarbeit besser verbinden.
  • Verstärkte individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler u.a. durch Modularisierung des Unterrichts in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Englisch.
  • Stärkung des Sozial- und Arbeitsverhaltens der Schülerinnen und Schüler.
  • Stärkung der Profile Technik und Handwerk; Wirtschaft, Handel und Dienstleistung; Gesundheit, Soziales und Hauswirtschaft.
  • Ausbau des Praxisbezugs durch Erhöhung des Praxisanteils in Unterricht und Schulleben.

Die Schülerinnen und Schüler sollen künftig in noch stärkerem Maße den qualifizierenden Hauptschulabschluss, aber auch den Mittleren Bildungsabschluss erreichen.


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