Bayern

Bayern bietet Kindern von Zuwandererfamilien intensive schulische Förderung an

Bayern bietet Kindern und Jugendlichen von Zuwandererfamilien eine intensive schulische Förderung an. Für eine gelingende Integration sei aber auch die aktive Mitarbeit der Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund und den Migrantenorganisationen gefragt, hat Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betont. Der BLLV übersieht sichtbare Erfolge der schulischen Integrationsarbeit.

11.11.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bayern setzt Gesamtkonzept zur schulischen Integration um

Kultusminister Dr. Spaenle hatte 2009 ein "Gesamtkonzept zur schulischen Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund" vorgelegt. Auf seiner Basis eröffnet der Freistaat Bayern den Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien vielfältige Angebote. "Wir wollen die jungen Leute unterstützen, dass sie ihre Talente entfalten und so den entsprechenden schulischen Erfolg erzielen", so der Minister. "Wir dürfen nicht damit zufrieden sein, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Bayern in Vergleichsstudien zwar besser abschneiden als junge Menschen aus Zuwandererfamilien in anderen Ländern. Sie bleiben aber trotzdem insgesamt deutlich hinter ihren gleichaltrigen bayerischen Mitschülern zurück."

Deutlich sind einige positive Trends. So leistet die Berufliche Oberschule mit Fach- und Berufsoberschule einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund beträgt z. B. an Fachoberschulen 11,7 Prozent und an Berufsoberschulen 10,8 Prozent – er liegt damit etwa so hoch wie der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund in einem durchschnittlichen Schülerjahrgang in Bayern.

Auch der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Bayern ohne Schulabschluss ist deutlich zurückgegangen. Lag er im Schuljahr 2003/2004 noch bei 16,5 Prozent, so sank der Anteil 2006/2007 auf 12,7 Prozent.

Deutsche Sprache Schlüssel für Integration

Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund liegt in den Grundschulen bayernweit bei etwa 12 Prozent. Dabei gebe es deutliche regionale Unterschiede. "Mit enormen Anstrengungen unterstützen wir junge Leute mit Migrationshintergrund bei dem Weg in unsere Gesellschaft", so der Minister. Dies sei auch nötig. Integration ermöglicht für Spaenle Erfolg in der Gesellschaft und im Arbeitsleben. Sie sei auch die Basis dafür, dass die Mehrheitsbevölkerung und die Zuwanderer im Einklang miteinander leben.

Im Zentrum der schulischen Maßnahmen steht die Förderung der jungen Zuwanderer in der deutschen Sprache. 17.562 Kinder nehmen bereits im Kindergarten an Vorkursen zur Deutschförderung teil, 4.425 Grund- und Hauptschüler besuchen Deutschförderklassen und 5.412 nehmen an Deutschförderkurse teil, nannte der Minister Beispiele. Der Freistaat stellt im laufenden Schuljahr allein 736 Lehrervollzeitstellen zur Sprachförderung von Kindern aus Zuwandererfamilien zur Verfügung. Die Klassenhöchststärke wird auf 25 Schüler für die Klassen an Grund- und Haupt-/Mittelschulen begrenzt, wenn der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund über 50 Prozent liegt. Der Ausbau der Ganztagsangebote erhöht die Möglichkeiten der individuellen Förderung weiterhin.

Spaenles Konzept zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund umfasst zahlreiche weitere Maßnahmen, etwa den Aufbau interkultureller Kompetenzen bei Lehrkräften und Schülerschaft sowie das Angebot des Islamischen Unterrichts. Dieser wird an rund 250 Schulen unter staatlicher Aufsicht und auf dem Boden der Bayerischen Verfassung erteilt. Minister Spaenle dankte den Lehrkräften, die sich hier mit großem Engagement für die Integration junger Menschen aus Zuwandererfamilien engagieren.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden