Bayern hält am Leistungsprinzip bei Schülern und Lehrkräften fest- und das ist gut so!

Wenngleich dem bayerischen Schulwesen eine hohe Qualität bescheinigt wird, wozu die Bayerische Realschule einen wichtigen Beitrag leistet, haben wir unverkennbare Defizite, die in den kommenden Jahren beseitigt werden müssen!" Mit dieser Feststellung ruft der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), Anton Huber, Politik und Wirtschaft dazu auf - trotz spürbarer Verbesserungen - im neuen Schuljahr 2009/2010 und in den kommenden Jahren weiter an der Behebung von Schwachstellen zu arbeiten.

13.09.2009 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Huber nimmt dabei Bezug auf jüngste Studien, in denen Deutschland und auch Bayern erneut eine chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems bescheinigt. Für Bayern stechen besonders zwei Negativpunkte hervor:, zum einen der Beitrag zur akademischen Ausbildung und zum anderen bei der Ausbildungsleistung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Huber: " Keine andere Schulart leidet seit Jahren mehr an der Unterfinanzierung als die Bayerische Realschule, aber keine andere Schulart ist auch besser geeignet, umfassende Grundlagenbildung für die angewandte Wissenschaft zu leisten. Wir können zur Akademisierung in Bayern einen wesentlichen Beitrag leisten und die Ausbildungsleistung in den MINT-Fächern spürbar steigern. Wer kann, der soll auch dürfen!"

Laut Huber wird es Bayern gelingen, wieder ganz an die Spitze der Bildungsländer zu gelangen, da man anders als in zahlreichen anderen Bundesländern am Leis- tungsprinzip bei Schülern festhält und dieses bei Lehrkräften mit dem neuen Dienstrecht weiter ausbaut. Die sehr guten Berufsperspektiven für Realschulabsolventen und die neu geschaffenen Beförderungsmöglichkeiten für Realschullehrkräfte sind Ausdruck dafür.

So könne man mit Optimismus ins neue Schuljahr starten, nicht zuletzt, weil sich unsere Kinder und Jugendlichen auf den Übertritt an die Realschule und auf die Aufgaben im neuen Schuljahr freuen. Sie werden auch im kommenden Jahr mit großer Erwartung die neuen Herausforderungen bestehen, und wir Lehrkräfte werden ihnen dabei mit Rat und Tat und großem Engagement zur Seite stehen.

Huber abschließend: "Kinder und Jugendliche sind völlig anders, als uns selbsternannte Bildungsexperten vorgaukeln. Junge Menschen wollen sich an neuen schulischen Herausforderungen messen und über ihren Einsatz und ihren Erfolg Rückmeldungen haben - auch in Form von Noten. Das wissen wir Praktiker, die tagtäglich im Unterricht stehen im Gegensatz zu bestimmten Funktionären und ideologiegeleiteten Bildungswissenschaftlern, die dafür sorgen, dass das Leistungsprinzip aus den Schulen verbannt wird. Wir Lehrkräfte an den bayerischen Realschulen werden alles daran setzen, unsere Schülerinnen und Schüler für eine Gesellschaft vorzubereiten, die auf das Leistungsprinzip in der sozialen Marktwirtschaft setzt."

Bayerischer Realschullehrerverband
Vorsitzender: Anton Huber

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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