PULSS-2-Studie

Begabtenförderung muss Regelaufgabe in jeder Schule und in jeder einzelnen Klasse werden

Hamburgs Bildungssenator Rabe für gemeinsames Konzept von Bund und Ländern zur Begabtenförderung.

02.09.2016 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
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Der Sprecher für die rot-grün-regierten Bildungsministerien, Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe, hat die Ergebnisse der jüngsten PULSS-2-Studie zum Thema „Begabtenförderung“ begrüßt und Konsequenzen für die Schulpolitik gefordert. Ties Rabe: „Die Ergebnisse bestätigen sehr eindeutig den von den rot-grün-regierten Bildungsministern eingeschlagenen Kurs. Begabtenförderung muss zur Regelaufgabe in jeder Schule und in jeder einzelnen Klasse werden. Reine Begabtenklassen, in denen ausschließlich hochbegabte Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, bieten für begabte Schüler keine Vorteile. Im Gegenteil: Solche gesonderten Klassen bergen die Gefahr, dass die Begabtenförderung in den Regelklassen unterbleibt und viele Schüler nicht ordentlich gefördert werden.“

PULSS Projekt zur Untersuchung des Lernens in der Sekundarstufe - Projekt zur Evaluation der Begabtenklassen als PDF zum Download.

Senator Rabe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Kultusministerinnen und –minister von SPD, Grünen und Linken aus 13 Bundesländern bereits am 29. Januar 2016 mit ihrer Mainzer Erklärung eine gemeinsame Strategie zur Förderung von hochbegabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern verabschiedet haben. „Diese Strategie ist jetzt von der PULSS-2-Studie bestätigt worden.“

Rabe: „Jedes Kind hat das Recht auf optimale Förderung. Deshalb setzen wir auf individualisierten Unterricht in Verbindung mit einem hohen Leistungsanspruch. Unsere Strategie beinhaltet mehrere wichtige Eckpunkte. Wir wollen, dass Begabtenförderung zur Regelaufgabe in allen Schulen, Schulformen und Unterrichtsfächern wird und nicht auf wenige Schulen oder Schulformen begrenzt bleibt. Wir wollen, dass Begabtenförderung  in jeder Unterrichtsstunde von Anfang an mitgedacht und mitgeplant wird, und nicht auf zusätzliche Nachmittagsangebote beschränkt bleibt. Und wir begrenzen die Förderung nicht auf Spitzenleistungen in den Kernfächern, sondern gehen von einem erweiterten Leistungsbegriff aus, der auch künstlerische, musische und soziale Spitzenleistungen umfasst.“


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